1970-1979

Neuer Präsident

Ab der Saison 1970/71 führte nun Armin Zurkinden das Vereinsschiff. Schon lange Zeit sprach er den Wunsch aus, welcher ihm im 50Jahr-Jubiläum 1974 vergönnt wurde. Zehn Jahre nach dem Aufstieg in die 2. Liga, wo Armin Zurkinden selbst als Spieler in der erfolgreichen Mannschaft mitspielte, gelang nun endlich wieder der Sprung nach oben. Dazu noch die zweite Mannschaft den Aufstieg in die 3. Liga schaffte, machte nicht nur ihn, sondern auch seinen pflichtbewussten Mitarbeiterstab überaus glücklich.
 
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Saison 1971/72

Sensationeller Aufstieg der 2. Mannschaft
Die zweite Mannschaft des SC Düdingen schloss gestern eine wohl einmalige Serie von Meisterschafts- und Aufstiegsspielen und wurde mit einem 4:3 Sieg in der Auseinandersetzung gegen den FC Corpataux überlegener und hochverdienter 4. Liga Kantonalmeister.

​​​​​​​Auf dem Platz des FC Villars-sur-Glâne fanden die Sensler erstmals in dieser Saison einen ebenbürtigen Widersacher, der es verstand, mit einsatzvollem Spiel wenigstens eine Verlängerung zu erzwingen. Schlussendlich aber zahlte sich die grosse Erfahrung mehrer Akteure in der Düdinger-EIf entsprechend aus, sodass diese Mannschaft auch in den schweren Ausstiegsspielen ungeschlagen blieb. Während den vorangegangenen 16 Meisterschaftskämpfen wurde Düdingen nie bezwungen und stand am Schluss der Punktespiele mit 32 Punkten und einem Torverhältnis von 97:15 unangefochten an der Spitze der Sensler-Gruppe. Dies dürfte wohl ein einmaliges Ereignis in der Geschichte des Deutschfreiburger Fussballs darstellen. 
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Es folgten anschliessend drei Aufstiegsspiele, welche ebenfalls alle siegreich mit einem Torverhältnis von 11:2 gestaltet werden konnten. Den Halbfinal um den Titel eines Freiburger-Meisters ergab einen 2:0 Sieg und schlussendlich konnte diese erfahrene Mannschaft nun gestern die verdiente Krönung mit einem 4:3 Erfolg sicherstellen. Wir gratulieren der zweiten Mannschaft des SC Düdingen und wünschen ihr auch in der kommenden Saison in der 3. Liga einen erfolgreichen Einsatz. Massgeblich an diesen Erfolgen beteiligt waren vorab Trainer Marius Zosso, der es verstand, die in der Saison 1970/71 abgestiegene Mannschaft mit viel Können und Taktgefühl zu leiten. Auch Coach Robert Kuriger gebührt ein grosses Lob für seinen Einsatz, welchen er bedingungslos in den Dienst seiner Schützlinge stellte.
Diesen beiden zur Verfügung stand ein Spielerkader von 14 Mann, welches sich wie folgt zusammenstellte:
Torhüter: J. Jungo; A. Hayoz. Verteidiger: R. Brusa, A. Schmutz, A. Portmann, R. Rigolet; Mittelfeldspieler: M. Zosso, N. Portmann, M. Rumo, M. Hitz; Stürmer: E. Pürro, G. Robatel, M. Bertschy, J. Neuhaus;
 
 
   

So ​​​​23. Juli 1972

Einweihung der Sportanlagen im Birchhölzli
Am Sonntag fand unter Anwesenheit von Oberamtmann E. Aebischer und weiteren Behördevertretern die offzielle Einweihung der neuen Sportanlage im Birchhölzli bei Düdingen statt. Umrahmt wurde die schlichte Feier durch ein Freundschaftstreffen zwischen dem FC Schmitten und SC Düdingen und dem Finalspiel um den Düdinger-Fussball-Cup zwischen dem FC Freiburg / Res. und dem FC Beauregard. Einlagen der Musikgesellschaft unter der Leitung von Paul Jungo lockerten das ganze etwas auf.

​​​​​​​Die Begrüssungsworte des OK.- Präsidenten A. Zollet leiteten zur Ansprache von Gemeinderat R. Grossrieder über. Eingangs dankte dieser für die Einladungen an die Behördemitglieder und überbrachte die herzlichsten Gratulationen der Gemeinde. Wörtlich führte er aus: « Nur wer sich Ausserordentliches zum Ziel setzt, kann Ordentliches erreichen ». Die neue Sportanlage des SC Düdingen sei einmal mehr ein Beweis dafür, dass Not nicht nur erfinderisch, sondern auch stark mache. Ohne überheblich zu sein, dürfe behauptet werden, dass diese Sportanlage in Bezug auf die Lage, die Abmessungen, die Konzeption und Ausführung landauf und landab ihresgleichen nicht findet. Was heute weniger bekannt mehr ist, ist die Tatsache, dass der SC noch vor wenigen Jahren vor einer « A Priori-Opposition » stand, die seine Erfolge bestimmt oft schmälerte. Eine geschickte und zielbewusste Vereinsleitung hatte es aber verstanden, dennoch für einen Sport vorwärtszuarbeiten, der heute, obwohl er auch viele passive Beteiligte hat, viel und immer mehr zur Volksgesundheit beiträgt. Es ist vielen bekannt, dass vor Jahren der Sportplatz dem Gemeinderat zu einem Preis angeboten worden ist, der uns heute direkt lächerlich erscheint. Es scheint nun, dass der damalige Gemeinderat diese Offerte aus verschiedenen Gründen nicht hat annehmen können oder wollen. Einer dieser Hauptgründe sollte der sein, dass der SC als Verhandlungspartner gegenüber der Autobahn viel mehr Gewicht aufbringen konnte, als dies eine Gemeindebehörde hätte tun können. Tatsächlich hat sich dann der SC als sehr gewiefter Verhandlungspartner erwiesen, was die Verhandlungsergebnisse auch eindrücklich bewiesen. Auch der jetzige Gemeinderat ist der Meinung, dass niemals solche Ergebnisse hätten erzielt werden können, wenn nicht der SC als Verhandlungspartner dagestanden hätte. Zum Schluss seiner Ansprache richtet R. Grossrieder einige Dankesworte an die Initianten der neuen Sportanlage: « Ich gratuliere und danke dem vorgängigen Präsidenten des SC, Georg Schafer, welcher sich immer uneigennützig für den SC und besonders für das heute vollendete Werk eingesetzt hatte. Dann seinen immer treuen Helfern Marius Roggo und Arthur Waeber, die vor allem viel Kleinarbeit leisteten, ohne jemals gross auf die Bühne zu treten. Weiter richtet sich dieser Dank und Gratulation auch an den heutigen Präsidenten, Armin Zurkinden, mit ihm muss ich aber alle Freunde, Gönner, Spender und Helfer nennen, besonders jene, die x-Stunden Fronarbeit geleistet haben. »
Einsegnung der Sportanlagen
Pfarrer J. Bertschy dankte vorerst für die Einladung, die er als Vertreter der Kirche erhalten hatte. Er hielt fest, dass es wohl eher eine Seltenheit sei, dass eine derartige Anlage, die scheinbar mit Religion und Kirche wenig zu tun hat, ja vielleicht sogar als Konkurrent angesehen werden könnte, mit dem Segen der Kirche feierlich eröffnet werde. Er habe daher die Einladung umso freudiger und dankbarer angenommen, da darin Gesinnung und Wille der Verantwortlichen zu sehen sei, hier etwas zu schaffen, das wohl in erster Linie der sportlichen Betätigung und damit der Entfaltung der körperlichen Kräfte und der Gesundheit unserer Jugend dient, das aber gerade dadurch auch den Erfordernissen christlicher Lebenshaltung vollauf entspreche. Nach diesen Worten nahm er die feierliche Einsegnung der neuen Sportanlage vor.
Dankesworte des SC-Präsidenten
Armin Zurkinden als Präsident des SC Düdingen liess es sich als Schlussredner nicht nehmen, all jenen zu danken, die in irgendeiner Form zum Gelingen des grossen Gemeinschaftswerkes beigetragen hatten. In besonderem Mass bedachte er die Vertreter des Autobahnbüros, die sich zwar als harte aber korrekte Verhandlungspartner erwiesen hatten. Weiter dankte er dem ehemaligen Präsidenten Georges Schafer und seinen Helfern, die grosse Vorarbeit geleistet haben und zum Teil noch heute am Ruder des Vereinsschiffleins stehen. Ein besonderes Lob richtet er an all jene, die in 1200 Frondienststunden mit Platzarbeiten beschäftigt waren. Gegen Schluss richtet A. Zurkinden einige Worte an die Eltern mit fussballhungrigen Kindern im Juniorenalter. In einer Zeit, in der den Kindern immer mehr Spielplätze weggenommen werden, sei es sicher nicht abwegig, wenn schon bereits 13 jährige Gelegenheit bekommen, unter kundiger Führung von Idealisten eine gesunde, sportliche Tätigkeit auszuüben. Der SCD setzt sich für die sportliche Jugend ein. Es sei weiter immer wieder festzustellen, dass Schule oder Beruf sehr gut mit einer sportlichen Betätigung harmoniert. Es gibt sehr viele überdurchschnittliche Sportler, die auch im Beruf Spitzenleistungen vollbringen, so wie viele ehemalige Junioren aus den Reihen des SCD es trotz zweimaligen Trainings im Beruf sehr weit gebracht haben. Anschliessend rief er noch einmal alle Eltern von fussballfreudigen Sprösslingen auf, den Tatendrang nicht zu hemmen und ihnen den Eintritt in den SC zu gewähren. Mit der Pokalübergabe nach dem Finalspiel um den Düdinger-Fussball-Cup aus dem der FC Freiburg / Res . als Sieger hervorging, schloss die Einweihungsfeier der neuen Sportanlage im Birchhölzli.
 
 
 
   

​​​​28. Juli 1974

Die 50-Jahrfeier des SC Düdingen
Ein 50jahriges Vereinsjubiläum gilt es zu feiern. Diese Erkenntnis wusste der SC Düdingen an diesem Wochenende mit Geschick in die Tat umzusetzen. Er sorgte mit drei Fussballspielen für sportliche Höhepunkte, mit Tanzabenden für Unterhaltung, und durch die eigentliche Jubiläumsfeier und die Organisation der Delegiertenversammlung des Freiburgischen Fussballverbandes erhielt der Anlass auch einen gesellschaftlichen Teint. Am meisten Publikum zog gestern Nachmittag das Propagandaspiel FC Freiburg — FC Grenchen an. 1500 Besucher sahen einen ungefährdeten aber nicht voll überzeugenden 2:0-Freiburger Sieg.
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Zum Jubiläumsweekend des SC Düdingen waren von nah und fern zahlreiche ehemalige Spieler, Gäste und andere Fussball-Prominenz gekommen. Das Organisationskomitee versammelte sie gestern zu einem Ehrentrunk. Dabei wurden Erinnerungen ausgelauscht, man traf alte Freunde und machte in Fachsimpelei. Vor allem aber herrschte viel Freude über die Erfolge der heutigen SCD-Mannschaften. Und fürwahr, mit zwei Promotionen im gleichen Jahr darf sich der SC Düdingen schon rühmen. Diese Achtung erheischenden Taten wurden denn auch im Rahmen der offiziellen Feier des Öfteren erwähnt. Einlagen der Musikgesellschaft Düdingen eröffneten diese Feier. Ehrenpräsident Dr. Charles Merkle, einer der Mitbegründer des SCD. erzählte anschliessend Anekdotenaus den Gründerjahren. Er meinte, dass Fussball den Jugendlichen seit jeher Freude bereitet habe und nicht umsonst eine der populärsten Sportarten sei. Marcel Haering sprach als Vertreter des Gemeinderates. Er betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeindebehörden und dem SC Düdingen. Aus den Händen von Kantonalpräsident Eugen Delley durfte der Klubpräsident Armin Zurkinden eine Erinnerungsplakette in Empfang nehmen, und sich anschliessend an die Anwesenden wenden. Seine Worte enthielten Dank an die Ehemaligen, die jetzigen Vereinsverantwortlichen und an die Spieler. Sein Verein werde alles daran setzen, um auch in Zukunft den sportlichen Idealen und speziell denen des Fussballs zu genügen. Die bisher erreichten Erfolge sollten Ansporn sein für weitere Taten.
 

 

 


 

Saison 1973/74

1. Mannschaft: Aufstieg 2. Liga

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(hinten v.l.n.r.) Armin Zurkinden (Präsident), Michel Rumo, Daniel Haenni, Marius Zosso, Armin Vonlanthen, Hans-Peter Schneider, Peter Jendly, Hans Brüllhart, (Coach), Peter Grossrieder (Trainer). (vorne .l.n.r.): Josef Zumwald, Josef Brüllhart, Marius Stulz, Hugo Jungo, Franz Siffert, Alexander Schmutz, Beat Poffet, Herbert Jungo. ​​​​​​
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1. Aufstieg in die Inter-Junioren

Im Sommer 1975 erreichten die Junioren A ihr hochgestecktes Ziel: Freiburgermeister, Cupsieger und erstmaliger Aufstieg in die Interregionalen Junioren nach den schwierigen zwei Aufstiegsspielen gegen die Walliser-Meister Gampel/Steg. Trainer war der unverwüstliche Gilbert Rumo. Dies  war der Beginn einer langjährigen Tradition im Junioren-Spitzenfussball. Im darauffolgenden Sommer wurde der Aufstieg in die Interregional A1, um ein Törchen verpasst.
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Saison 1977/78

Schweizer Cup gegen Aarau (NLB)

Dem SC Düdingen ist der grosse Coup, nämlich die Eliminierung des Nationalliga B-Klubs Aarau aus dem Schweizer Cup, nicht gelungen. Bis zur Pause war zwischen den beiden Teams kein Klassenunterschied festzustellen. Im Gegenteil, Düdingen besass technisch und spielerisch sogar leichte Vorteile und verdiente sich das 2:2. Ein kurz nach dem Tee aus stark offsideverdächtiger Position erzielter Treffer der Aarauer brach aber Düdingen die Kadenz, so dass die Oberklassigen ihre athletischen Vorteile und das doch etwas grössere Spielvolumen zum Sieg und zur Qualifikation ausnützen konnten.
​​​​​​​Einen Monat später, traf die Mannschaft ein harter Schlag: Trainer Marcel Jungo ist ernsthaft erkrankt und liegt im Inselspital Bern. Als Interimslösung wurde der ehemalige Spieler und jetzige Inter A-Trainer Gilbert Rumo mit der Betreuung der 1. Mannschaft beauftragt.

(hinten v.l.n.r.): Hans Brülhart (Coach), Josef Zumwald, Hugo Jungo, Bruno Stulz, Bruno Hayoz, Raoul Burch, Paul Zosso, Josef Schmutz, Georges Julan (Pfleger), Marcel Jungo (Trainer), Othmar Boschung, Paul Vonlanthen (Vorstand). (vorne v.l.n.r.): Franz Siffert, Pascal Bächler, Bernard Aeby, Peter Bucheli, Peter Haering, Daniel Haenni (Captain), Michel Rumo. ​​​​​​
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1. Leibchen-Werbung

Im Jahr 1978 war es auch für den SC Düdingen soweit, man durfte mit Werbung auf den Leibchen die Fussballspiele bestreiten. Der treue SCD-Sponsor und Hotelier August Fasel vom Hotel Bahnhof in Düdingen liess es sich nicht nehmen mit dem Logo des Bahnhof-Buffet die stolze Brust unserer 1. Mannschaft zu zieren.
 

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Saison 1978/79

 

1. Aufstieg in die 1. Liga

In der Saison 1977/78 gelang dem SC Düdingen das scheinbar unmögliche, denn erstmal gelang einem Deutschfreiburger-Club den 2. Liga Meistertitel zu gewinnen. Dem unvergesslichen Marcel Jungo gelang es, mit seiner jungen, willigen und technisch begabten Mannschaft dieses erste Ziel zu erreichen. Leider konnte das zweite Ziel, den Aufstieg in die 1. Liga nicht geschafft werden. Im Jahr darauf folgte der zweite Anlauf, obwohl Marcel Jungo, Traier und Urgestein, des SC Düdingen schon beim zweiten Meisterschaftsspiel ernsthaft erkrankte und Gilbert Rumo kurzfristig einspringen musste. Im Juni 1979, mit Aufstiegsspiel-Erfahrung, stieg die Mannschaft entsprechend zuversichtlich in die Aufstiegsspiele und gewann das psychologisch wichtige erste Auswärtsspiel in Gland mit 2:1 Toren. Nach dem Auswärtssieg erwartete man selbstbewusst das erste Heimspiel gegen St. Imier: Mit 2800 Zuschauern konnte dieses Spiel mit 2:0 Toren gewonnen werden. Auch das Heimspiel gegen Gland konnte man mit 4:1 für sich entscheiden. Nun wartete ganz Deutschfreiburg gespannt auf den 24. Juni 1979, den Tag des letzten Aufstiegsspieles in St. Imier. Die Düdinger erkämpften sich mit dem 1:1 den nötigen Punkt und damit den erstmaligen Aufstieg in die dritthöchste Liga der Schweiz.
Leider war aber nach gesundheitsbedingten Niederlegung des Traineramtes von Gilbert Rumo und einigen Abgängen bewährter Kaderspieler, welche nach dem Aufstieg, auf ihrem Höhepunkt zurücktreten wollten,  der Abstieg bereits nach einem Jahr nicht mehr abzuwenden.
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(hinten v.l.n.r.) Georges Julan, Pascal Bächler, Guido Kessler, Josef Schmutz, Daniel Haenni, Bruno Stulz, Werner Zosso, Hugo Jungo, Paul Zosso, Gilbert Rumo (Trainer), Jean Pierre Müller, Max Roth (Goalitrainer). (vorne .l.n.r.): Armin Zurkinden (Präsident), Peter Bucheli, Markus Grossrieder, Edgar Riedo, Franz Siffert, Peter Haering, Michael Wider, Josef Zumwald. ​​​​​​

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SC Düdingen glückte der grosse Sprung


Nachdem der SC Düdingen letztes Jahr in den Aufstiegsspielen gescheitert war, gelang ihm nun im zweiten Anlauf als erster Deutschfreiburger Klub Verdientermassen der grosse Sprung in die oberste Amateurspielklasse des Schweizer Fussballs. Mitgrosser Spannung sieht man den zahlreichen 1. Liga-Derbies gegen Central, Fetigny und Bulle entgegen, falls alle vier Klubs in die gleiche Gruppe eingeteilt werden sollten.

Einen grossen Empfang bereiteten die Düdinger ihrem Sportclub nach dem Aufstiegsspiel in St. Imier am Sonntagabend. Die Musikgesellschaft begleitet die erfolgreiche Mannschaft in einem Umzug durchs Dorf. Unter ständigem Applaus der an den Strassen stehenden Menge zog die Kolonne vom Ochsen in Richtung Bahnhofbuffet wo man sich zur eigentlichen Aufstiegsfeier traf. Wie viele Freunde der SCD wohl zurzeit besitzt, konnte man an der riesigen Anzahl der Anwesenden ersehen, die gekommen waren, um der Mannschaft ihre Sympathie zu bezeugen. Mit musikalischen Darbietungen der Musikgesellschaft und des Jodler-Clubs wurde der feierliche Abend begonnen. Danach drückten verschiedene Redner dem SCD die Anerkennung für ihre grosse Leistung in der abgelaufenen Saison aus. Ammann Jeckelmann gratulierte der ganzen Mannschaft und den Verantwortlichen zum Aufstieg in die 1.Liga und gab zu verstehen, dass ganz Düdingen stolz auf seinen erfolgreichen Sportclub sein dürfe. Er wünsche dem Team auch in der kommenden Saison in der höheren Liga viel Glück und Erfolg. Herr Carrel, Präsident des Freiburgischen Fussballverbands überbrachte die Glückwünsche des Kantonalverbandes an die Leitung des SCD. Der Freiburgische Verband fühle sich geehrt, dass sein Vertreter erfolgreich aus den Aufstiegsspielen herausgegangen sei und er sei überzeugt, dass die Düdinger mit ihrem grossen und erfolgreichen Nachwuchs den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gesetzt hätten. Mit Gesang und Musik (Tonis Jazz Band) verflogen die Stunden dieses gelungenen Abends schnell, und viele heisse Diskussionen über die spannenden Spiele der letzten Wochen mussten wohl auf später vertagt werden.
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​​​​​​​Einige Stimmen zum Erfolg
Armin Zurkinden (Präsident): Unser Ziel für die Saison war mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg klar gesetzt. Nach dem Trainerwechsel kam für kurze Zeit etwas Unsicherheit in die Mannschaft, was sich aber glücklicherweise rasch besserte. Nach einer voll geglückten Rückrunde, in der wir uns immer mehr zu steigern wussten, gingen wir natürlich mit viel Zuversicht in die Aufstiegsspiele, zudem die Gruppenauslosung für uns günstig ausfiel. Nach unserem ersten Auswärtssieg in Gland begannen wir erstmals richtig an den Aufstieg zu denken. Die andern Spiele gaben uns dann die Gewissheit, dass es die Mannschaft diesmal schaffen würde, aufzusteigen, was schlussendlich heute Tatsache wurde. Unser Ziel für die kommende Saison wird vorerst der Klassenerhalt sein. Mit einigen wenigen Verstärkungen junger und williger Spieler nehmen wir die Zukunft in gleicher Manier in Angriff, wie wir bis heute erfolgreich agiert haben.

Gilbert Rumo (Trainer): Der Gewinn der Meisterschaft und der darauffolgende Aufstieg ist für die Mannschaft der Lohn für ihren Trainingsfleiss während der ganzen Saison. Unsere hauptsächlichen Trümpfe war die stets gute Zusammenarbeit zwischen Trainer, Spieler und das daraus entstehende Teamwork. In den Aufstiegsspielen kam uns weiter die Routine einiger erfahrener Spieler zugute. Mit diszipliniertem Verhalten während des ganzen Spiels gewannen wir auch diese wichtigen Aufstiegsspiele. Der Hauptgrund für das erfolgreiche Abschneiden sollte sich daraus ergeben, dass sich alle Spieler an meine taktischen Weisungen hielten, was es uns ermöglichte, unser Spiel aufzuziehen.

DanieI Haenni (Captain): Für mich gab die ausgezeichnete Kameradschaft innerhalb unserer Mannschaft den Ausschlag für unser erfolgreiches Abschneiden. Wir waren zudem nach einigen Trainingsspielen gegen gute Gegner eigenen Fähigkeiten überzeugt, was uns in diesen schweren Spielen sicher auch zugutekam.  Zur Part gegen St. Imier möchte ich bemerken, dass wir uns eigentlich der Sache sicher waren, dass der nötige Punkt geholt werden konnte. Wir hatten das Spielgeschehen jederzeit unter Kontrolle und nur der für mich ungerechtfertigte Penalty brachte kurze Zeit etwas Nervosität ins Spiel. Mit dem Aufstieg in die 1. Liga beschliesse ich meine aktive Laufbahn in der ersten Mannschaft und bin natürlich glücklich, dass ich nach einem solch grossen Erfolg aufhören darf.
Aufsteiger mit Zukunft
Mit dem SC Düdingen ist zweifellos die spielerisch beste Mannschaft aus dieser Dreierpoule als Sieger hervorgegangen. Die Rumo-Elf bot in allen Aufstiegsspielen eine homogene Mannschaftsleistung, warf die Routine einiger erfahrenen Akteure in die Waagschale und wirkte als Team seinen Gegnern in Sachen Spielorganisation und Kampfgeistmeist überlegen. Im Ensemble der Düdinger stehen zudem einige Spieler (Schmutz, Stulz, Hänni, W. Zosso und Grossrieder), die einen Vergleich mit höher dotierten Akteuren jederzeit aushalten dürfen. Die grosse Stärke des Teams ist zweifellos jedoch ihre Ausgeglichenheit. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff wirkt die Mannschaft äusserst kompakt und ist nur schwer zu bezwingen. Die ausgezeichnete Kameradschaft und ein versierter Trainer zählten zu den weiteren Pluspunkten dieses Teams. Mit seinen spielerischen Möglichkeiten (technisches Rüstzeug), die in den letzten Partien oft genug zum Vorschein traten, sollte der SCD durchaus in der Lage sein, in der 1. Liga bestehen zu können. Zudem können die Düdinger immer wieder junge Spieler aus den eigenen Reihen in die 1. Mannschaft einbauen, was sich für die Zukunft positiv auswirken sollte.
Lucien Raetzo neuer Trainer
Nach Marcel Jungo muss nun leider auch Gilbert Rumo aus gesundheitlichen Gründen das Traineramt beim SC Düdingen in der kommenden Saison aufgeben, da er sich einer Operation unterziehen muss. Als neuen Trainer haben die Verantwortlichen den bestens bekannten Lucien Raetzo verpflichtet. Raetzo, der nach seiner Spielerkarriere beim FC Freiburg bereits das Traineramt beim FC Freiburg, Bulle, Beauregard und Marly ausgeübt hat, dürfte mit seiner grossen Erfahrung für die junge Düdinger Mannschaft ein würdiger Nachfolger seiner beiden bewährten Vorgänger sein.​​​​​​

 

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Der legendäre "Alpenblick"

Über 3 Jahrzehnte diente ein alter Baustellenwagen als „Brätlistand“ im Birchhölzli. Er war auch eine Art Treffpunkt bei den Spielen. Nach den Spielen wurde dort über das Spiel diskutiert, gelästert und natürlich auch viel „gebechert“. Der „Alpenblick“ wie er getauft wurde, war eine Spende vom grossen SCD-Fan „Pi“ Pius Brügger. Unvergesslich sind die Rauchschwaden, welche von Micky beim Bratwurst  grillieren produziert wurden. Diese hüllten manchmal auch ein Teil des Spielfeldes mit einer blauweissen Wolke ein. Demzufolge musste keine Lautsprecheransage durchgegeben werden, um die leckeren Schweinsbratwürste anzupreisen – der Duft hing überall. Später viel er der Strategie zum Opfer, den Wurststand näher an die Buvette zu platzieren und mit einem neuen, besser ausgestattenden  Baustellenwagen (Trio Bau), mehr Umsatz zu generieren. Nun stand er da, verlassen, wurde kaum mehr gebraucht, einfach als eine art „Denkmal“.  Im Laufe der Sanierung 2013 wurde der legendäre „Alpenblick“ dann aus dem Birchhölzli entfehrnt. Doch noch danach hörte man seinen Namen – „Wo gehst du das Spiel schauen?“ „Im Aupeblick obe!“​​​​​​​​​​​​​​

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