GV+Schlagzeilen 2006/07

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SCD-Generalversammlung 2007
 

Unter der Leitung von Präsident Pascal Bächler hielt der SC Düdingen gestern Abend seine 83. ordentliche Generalversammlung ab. Mit dem Ligaerhalt der ersten Mannschaft und dem erstmaligen Aufstieg des «Zwö» fiel die sportliche Bilanz positiv aus. Auf die neue Saison kommt es im technischen und Sponsorenbereich zu Wechseln. 

In seinem Präsidentenbericht konnte Pascal Bächler auf eine erfolgreiche Saison des grössten Fussballklubs im Kanton zurückblicken. Die Saison 2006/07 sei historisch und bewegt gewesen, eine Mannschaft in der ersten und zweiten Liga sei für Düdingen eine absolute Neuheit. Den letztendlichen Erfolgen in der Schlussphase der Meisterschaft seien jedoch turbulente Wochen vor Weihnachten mit dem Trainerwechsel von Jean-Claude Waeber zu Adrian Kunz vorangegangen. In Zukunft möchte der Patron des SCD weiterhin die Finanzen (120 000 Franken Eigenkapital) im Griff behalten, die 1. Mannschaft in der ersten Liga etablieren und eine schlagkräftige und leistungsorientierte 2. Mannschaft stellen. Im Juniorenbereich strebt man laut Juniorenchef Hubert Jeckelmann längerfristig wiederum drei Intermannschaften in den Kategorien A, B und C an; zurzeit spielen nicht weniger als 230 Junioren beim SCD. In seinem Bericht dankte der Präsident auch allen Helfern, ohne die ein solcher Betrieb gar nicht möglich wäre, für ihren grossen Einsatz.

Wechsel in der Leitung

In der Klubleitung vorweg im technischen Bereich und im Sponsorensektor gibt es auf die neue Saison wichtige Wechsel. TK-Chef Patrick Rudaz wird durch eine technische Kommission abgelöst, der Alex Schmutz vorsteht. Diese neue Gruppe ist verantwortlich für die Transfers und die Zusammenstellung der Aktivmannschaften. Im Trainerbereich bleibt Adrian Kunz weiterhin Trainer des Fanionteams; die zweite Mannschaft, die unter der Leitung von Erich Dürret (geht zum FC Wünnewil) in die 2. Liga aufstieg, wird neu von René Stritt betreut. Im Sponsorenbereich gab Johnny Stern seinen Rücktritt; er wird ebenfalls durch eine neue Kommission ersetzt, die Beat Hirschi leitet. Mit Hans Zahno trat gestern ein weiteres langjähriges Vorstandsmitglied zurück; er wurde verdientermassen zum Ehrenmitglied gewählt.Unter der Leitung von Ehrenpräsident Armin Zurkinden wurde der neue Vorstand gewählt und bestätigt. Pascel Bächler, Daniel Burri, Lukas Herren, Markus Perroulaz und Hubert Jeckelmann bekommen mit Marcel Wehr ein neues Vorstandsmitglied. Nebst Stefan Zurkinden (abtretender Seniorenchef), Ehrenmitglied, wurden Patrick Rudaz, Jean-Claude Waeber, Jürg Kehrli und Peter Julmy zu Freimitgliedern gewählt. Der «Graven-Pokal» ging dieses Jahr an Guido Krattinger.

Gesunde Finanzen trotz Jahresverlust

Finanzchef Markus Perroulaz präsentierte der Versammlung die Jahresrechnung, die wegen ungeplanten Mehraufwänden im Trainer und Spielerbereich mit einem Verlust von gut 24 000 Franken abschloss. Der Jahresumsatz beim SCD beläuft sich inzwischen auf knapp 400 000 Franken, was allerdings gegenüber anderen 1.-Liga-Klubs immer noch bescheiden ausfällt. Dank vielen aussersportlichen Anlässen (Dorffest) kann man die niedrigen Mitgliederbeiträge wie bisher beibehalten. Auch in der kommenden Saison will man gemäss dem Präsidenten keine unnötigen finanziellen Risiken eingehen. Das präsentierte Budget für die nächste Saison ist mit 415 000 Franken ausgeglichen, wobei man dank der Rückkehr aufs Birchhölzli mehr Einnahmen erhofft.

Attraktive Spielermutationen

Besonders gespannt waren die Anwesenden natürlich auf die Spielermutationen in den Aktivmannschaften. Neu fürs Fanionteam konnte man bisher Ekim Robeli und Fady Wilson vom 1.-Liga-Aufsteiger SV Lyss, Goalie Cedric Zimmermann (Team Freiburg U18) und Fabian Stulz (BSC Young Boys U21) verpflichten. Diesen vier Zuzügen stehen die Abgänge von Favre (Romont), Garcia (Wabern), Kaltenrieder (Murten), M. Wyss (Münsingen) und S. Wyss (Breitenrain) entgegen. Die zweite Mannschaft konnte bisher mit Christoph Kolly (Giffers) und Rückkehrer Patrick Kuriger (Plaffeien) ebenfalls zwei Verstärkungen melden; weg geht A. Kuriger zu Wünnewil. Weiter zum Klub stossen die Nachwuchsspieler Marc Rotzetter und P. Schmutz vom Team Freiburg U16/18.

HEADLINES

 

Hier werden nur einige Schlagzeilen herausgepickt - Weitere News zu dieser Saison finden Sie in der Rubrik: News 1999 - 2019

 



Düdingen entlässt Trainer Waeber


November 2006 - Turbulente Tage beim SC Düdingen: Am Donnerstagabend teilte Präsident Pascal Baechler Trainer Jean-Claude Waeber mit, dass sich der Vorstand entschieden habe, auf seine Dienste zu verzichten. « Diesen Entscheid haben wir uns wirklich nicht leicht gemacht », betont Bächler, « wir haben bereits vor einigen Wochen zusammen mit dem Trainer die Lage analysiert. Damals glaubten wir, gemeinsam aus dem Loch zu kommen. » Nun habe das Spiel in Serrieres jedoch aufgezeigt, dass es so nicht weitergehen könne. « Wir müssten erkennen, dass der Draht zwischen dem Trainer und dem Team einfach nicht mehr stimmte », erklärt Bächler weiter. Bei der momentan misslichen Lage habe man einfach reagieren müssen.

 

Das berüchtigte Jahr zu viel Natürlich muss sich nun der Vorstand des SCD den Vorwurf machen lassen, die bereits im letzten Frühling augenfällig gewordenen Schwierigkeiten nicht richtig eingeschätzt zu haben. Sowohl Präsident Pascal Bächler wie auch Patrick Rudaz sind sich einig, dass diese 7. Saison von Trainer Waeber wohl die berühmte eine zu viel war. TK-Chef Patrick Rudaz erklärt: « Wir haben letztes Jahr bereits zu Weihnachten die Weichen stellen wollen. Nach der tollen Vorrunde gab es für uns absolut keinen Grund, nicht in eine zweite Erstliga-Saison mit Jean-Claude Waeber zu steigen. » Zudem habe man auch nach der Analyse - notabene zusammen mit dem Trainer - den Eindruck gewonnen, dass mit dem Zusammenhalten des Gros der Mannschaft durchaus etwas zu machen sei. Patrick Rudaz betont, dass mit der Entlassung von Jean-Claude Waeber eine schmerzliche Trennung verbunden ist: « Wir haben sehr gut zusammengearbeitet, haben den Verein mit ihm in die 1. Liga gebracht. All das wollen wir bei den momentan schwierigen Tagen nicht vergessen. » Er begreift deshalb auch die harsche Reaktion des Entlassenen. Trotzdem hofft Präsi Bächler, dass nicht unnötig dreckige Wäsche gewaschen werde: « Jedenfalls soll dies von unserer Seite keineswegs passieren!»

Entscheid nächste Woche 

Die Vereinsverantwortlichen sind bereits mit möglichen Nachfolgern im Gespräch. Ihr Wunschkandidat soll im Laufe der nächsten Woche zu- oder absagen. Der Vorstand habe Jean-Claude Waeber angeboten, das Derby gegen Bulle noch zu coachen und die Entlassung erst danach bekannt zu geben, was dieser aber abgelehnt habe. Deshalb werden morgen Assistent Rene Spicher und TK-Chef Patrick Rudaz das Team coachen. « Ich hoffe natürlich, dass dieser Entscheid bei den Spielern die erhoffte Reaktion auslöst », gibt sich Rudaz zuversichtlich. Es habe eigentlich in den vergangenen Spielen jeweils nicht viel gefehlt, aber eben doch keine Punkte gegeben. Rudaz selber peilt jedoch keinen permanenten Trainerjob an: « Ich bin nicht unbedingt der Trainertyp, wäre dazu viel zu nervös. Für einmal mache ich dies gerne, aber daneben hätte ich auch schlicht zu wenig Zeit. » 

« Ich hin bitter enttäuscht »

Der 63-jährige Jean-Claude Waeber hat den SC Düdingen von der 2. Liga in die 2. Liga interregional und in die 1. Liga geführt. In seiner siebten Saison beim SCD wurde er nun vor dem letzten Spiel vor der Winterpause entlassen.

JEAN-CLAUDE WAEBER - Wann haben Sie von Ihrer Entlassung erfahren, und wie ist Ihre erste Reaktion? 
Präsident Pascal Bächler hatte mich um ein Gespräch gebeten, das am Donnerstag vor dem Training stattfand. Ich war überzeugt, dass er mir für das Derby am Sonntag gegen Bulle seine Unterstützung zusichern würde. Als er mir dann aber meine Entlassung mitteilte, fiel ich aus allen Wolken. Ich hatte diesen Entscheid zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall erwartet. Ich bin bitter enttäuscht. Man hätte nach all meinen Verdiensten für den Klub wenigstens noch das Derby gegen Bulle abwarten müssen und bei einem negativen Resultat nächste Woche zusammensitzen sollen. Es ist für mich sehr hart, auf diese Weise aufhören zu müssen. 

Hatten Sie keine Unterstützung  mehr? 
TK-Chef Patrick Rudaz hatte mir vor zwei Wochen gesagt, dass wir über die Bücher gehen müssen, falls wir bis Weihnachten keine Punkte mehr machen würden. Seither hatte ich trotz der Niederlage gegen Serrieres nichts mehr gehört. Noch am Mittwoch sagten mir die Hauptsponsoren, dass sie hinter mir stehen. Deshalb kommt für mich der Entscheid völlig überraschend. 

Werden Sie am Sonntag dem Match gegen Bulle beiwohnen?
Präsident Pascal Bächler hat mich gar gebeten, im Derby gegen Bulle auf der Bank Platz zu nehmen. Ich konnte dies nach meiner Entlassung natürlich nicht akzeptieren. Ich werde auch nicht als Zuschauer anwesend sein.

Was ist in dieser Saison schief gelaufen?
Wir hatten letzte Saison nach dem Aufstieg eine gute Vorrunde mit dem Cup-Spiel gegen Thun als Höhepunkt. Dies hat wohl die Verantwortlichen etwas geblendet. Obwohl wir in der Rückrunde viel Mühe hatten, haben sie es verpasst, die Lehren daraus zu ziehen und die Mannschaft für die schwierige zweite Saison richtig zu verstärken. Das junge Team hätte unbedingt von Routiniers umrahmt werden müssen. Ich hatte mehrmals die Verantwortlichen um Verstärkungen angefragt, aber es passierte leider nichts. Letztes Beispiel: Grubesic hatte sich bei Düdingen gemeldet, jetzt spielt er jedoch für Bulle. Wir haben zwar auch gute Partien geliefert und glücklos gekämpft, aber in der Mannschaft weisen nicht alle 1.-Liga-Niveau auf.

Hatten Sie Probleme mit Spielern?

Eigentlich nicht, ich hatte jedenfalls nie das Gefühl. Klar sind wie bei allen anderen Teams die Ersatzspieler nicht immer zufrieden. Captain Philippe Giroud hat mir jedenfalls am Freitag telefoniert, um mir zu sagen, dass er dies alles bedaure.

Wie ist Ihre persönliche Bilanz?

Ich habe bei Düdingen fantastische und erfolgreiche Jahre mit zwei Aufstiegen erlebt und viele neue Freunde gewonnen. Ich habe viele gute Erinnerungen. Deshalb ist es sehr schade, dass ich auf diese Weise aufhören muss. Es ist wirklich hart. Ich hoffe aber, dass die Mannschaft den Ligaerhalt schaffen wird, denn Düdingen verdient es, in der 1. Liga zu bleiben.

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Ich werde mich Ende November einer Knieoperation unterziehen. Ich habe somit Zeit, um mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. Ich möchte aber sicher noch zwei, drei Jahre als Trainer weitermachen,

Düdingens Captain Philippe Giroud gab sich sehr wortkarg und wollte über die Entlassung seines Trainers Waeber keine eigentliche Stellungen abgeben. Immerhin waren ihm folgende Worte zu entlocken: «Dies ist sehr unglücklich, nach all diesen erfolgreichen Jahren hätte er einen solchen Abgang nicht verdient. Ich hoffe, dass uns der neue Trainer neue Impulse verleihen kann, damit wir die nötigen Punkte zum Ligaerhalt holen werden.» Auf die Frage, ob das Team Probleme mit Trainer Waeber hatte, meinte er: «Nach den letzten Spielen wurde innerhalb der Mannschaft viel diskutiert. Es gab denn auch kritische Stimmen bezüglich Aufstellung und Taktik.» 
 

Adrian Kunz wird Trainer bei Düdingen


24. November 2006 - Der SC Dudingen entliess am 16. November Trainer Jean-Claude Waeber. Seit gestern steht fest, dass Adrian Kunz ab dem 1. Januar Trainer sein wird. Der ehemalige Bundesligaspieler war in der Saison 2001 / 02 und die Hälfte der folgenden Saison als Spieler bei Düdingen gewesen und wechselte dann zu Langenthal.


Jean-Claude Waeber musste vergangene Woche in seiner siebten Saison als Trainer bei Düdingen gehen. Hatte die Mannschaft vergangene Saison als Aufsteiger in die 1. Liga Erfolg, lief es in dieser Vorrunde überhaupt nicht mehr: Drei Siege, zwei Unentschieden und zwölf Niederlagen sind die Bilanz. Düdingen hegt auf dem vorletzten Platz, fünf Punkte unter dem Strich. Jetzt kehrt Adrian Kunz zu Düdingen zurück. Düdingen schloss den Vertrag vom 1. Januar bis Ende Juni 2007 mit Option auf Verlängerung ab. Dazu TK-Chef Patrick Rudaz: « Wir haben am Dienstag mit Adrian telefoniert, denn der Kontakt zu ihm war seit seinem Weggang nie ganz abgebrochen. » Gestern Nachmittag wurden sich Kunz und der Club einig: « Der Lohn ist für uns tragbar », hält Patrick Rudaz fest. Assistenztrainer bleibt wie bisher Rene Stritt. Warum versuchte es der SC Düdingen zum Beispiel nicht mit Stritt: « Wir sind alle zu sehr beteiligt an der schwierigen Situation. Es brauchte jemand anderen, der unbelastet neuen Schwung reinbringen kann. Es war aber auch wichtig für uns, jemanden zu finden, der den Club schon kannte. Mit Adrian Kunz haben wir nun jemanden, der ja auch Erfahrung in der höchsten Schweizer Liga mitbringt. Und das ist viel wert. »

Ende September Bruch in Thun 

Der ehemalige Bundesliga-Spieler, Adrian Kunz, kam als Spieler in der Saison, 2001 / 02 zu Düdingen, welches damals in der 2. Liga spielte. Düdingen stieg in die 2. Liga inter auf, und gleich in der Saison 2002 / 03 in der Winterpause wechselte Kunz als Spielertrainer zum 2.-Ligisten Langenthal, welcher auf dem vorletzten Platz war. In der folgenden Saison 2003 / 04 stieg Langenthal mit Kunz in die 2. Liga inter auf. Dann verliess Kunz Langenthal, hatte vier Monate eine sogenannte Pause und kam dann zu Thun. Dort assistierte er Urs Schönenberger und erlebte den Thuner Höhenflug bis in die Champions League. Vergangene Saison gab es im Schweizer Cup ein Wiedersehen mit dem SC Düdingen auf dem Birchhölzli. Ende September kam es in Thun zum Bruch zwischen Assistenztrainer Adrian Kunz und Trainer Heinz Peischl. Der FC Thun meldete die Freistellung von Kunz im gegenseitigen Einvernehmen. Kunz: « Wir hatten nicht mehr die gleichen Ansichten. » Adrian Kunz wird in Gwatt bei Thun wohnhaft bleiben, wird aber in Düdingen eine Stelle ( KV ) antreten. Die Zeit ist für Adrian Kunz momentan ereignisreich, denn vergangene Woche wurde er Vater des Töchterchens Amy. 

Die Option Vogelsang 

Im Gespräch für den Trainerposten war auch der Bösinger Renaldo Vogelsang gewesen, welcher bei den Young Boys einer der wenigen Nicht-profi-Trainer im Juniorenbereich ist. Patrick Rudaz erklärt: « Wir haben schon während der Vorrunde Kontakt mit ihm gehabt, er war interessiert, liess sich die Sache durch den Kopf gehen, aber seinen guten Posten bei YB aufgeben wollte er doch nicht. »

«Heschu» und «Woschu»

Adrian Kunz hat noch keine konkreten Ideen, wie er sein Traineramt in Düdingen anpacken wird. Aber eines weiss er, dass er in Düdingen wieder mit «Heschu» und «Woschu» konfrontiert sein wird.


Adrian Kunz, was bewog Sie, zu Düdingen zu kommen?
Die Riesenherausforderung bei Düdingen, wenn ich die Tabellenlage anschaue. Aufsteigen kann Düdingen nicht mehr, aber dennoch gibt es viel zu tun.

Es wird gewiss darum gehen, wieder Motivation in diese Mannschaft zu bringen. Haben Sie schon eine Idee, wie Sie vorgehen werden?
Ich habe mir gewiss schon einige Gedanken gemacht, aber konkret kann ich noch nichts sagen. Ich werde spätestens im Januar mit der Clubleitung schauen, wie wir das Ganze umsetzen können. Sicher ist, dass meine Aufgabe unwahrscheinlich schwer sein wird. Für den SC Düdingen ist die aktuelle Situation sicher eine spezielle Feuerwehrübung, mit welcher niemand gerechnet hat.

Sie waren ja schon Mal beim SC Düdingen...
...Ja, es war eine sehr gute Zeit, wohl nicht zuletzt deswegen hat man mich wieder kontaktiert, und überhaupt ist mein Kontakt zu Düdingen nie ganz abgebrochen. Ich freue mich aufs nächste Jahr. Ich werde dann wieder «Heschu» und «Woschu» hören, den Deutschfreiburger Dialekt habe ich gerne.
 

SC Düdingen Rückrunde Saison 2006/2007

Optimistisch, den Ligaerhalt schaffen zu können, steigt der SC Düdingen am Sonntag wieder in die 1.-Liga-Meisterschaft ein. Euphorie herrscht hingegen bei den Senslern angesichts des schmalen Kaders keine.

Zum Saisonstart hatte man beim SC Düdingen den Ligaerhalt als Ziel definiert. Jetzt, zwei Tage vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft, stehen die Sensler mit 22 Punkten an zehnter Stelle, vier Zähler Vorsprung auf den Strich. Doch lange Zeit hatte es nicht danach ausgesehen, als ob das Team von Adrian Kunz die Zielvorgabe erreichen könnte.Auf einen erfolgreichen Meisterschaftsstart folgte eine längere Baisse, während der die Sensler einige Male gegen den Abstiegsbalken geprallt sind. Dank eines tollen Schlussspurts haben sich die Düdinger jedoch wieder hochgekämpft und beobachten nun den Balken aus einiger Entfernung.

Kaum Wechsel

Zumindest vorerst. Denn SCD-Trainer Adrian Kunz rechnet mit einer harten Rückrunde: «Fast alle Teams haben in der Winterpause aufgerüstet», erklärt der Berner ein bisschen neidisch. Eifersüchtig deshalb, weil er in seinem Kader «nur» zwei Neuzugänge zu verzeichnen hat: der erfahrene 2.-Liga-Mittelfeldspieler Ronny Schiesser aus Wabern und der «Rohdiamanten» Yanick Perler aus der U18-Auswahl Freiburgs. Dem gegenüber stehen die Abgänge von Alain Zbinden, Marco Vogelsang und Philippe Messerli, die alle in die zweite Mannschaft der Düdinger gewechselt haben.Als wäre das Kader der Sensler nicht schon schmal genug, fallen mit mit Mario Sturny und Adrian Fasel zwei Teamstützen verletzungsbedingt bis Ende Saison aus. «Bei einem 15-Mann-Kader, wie wir es jetzt haben, verträgt es nicht mehr viele Ausfälle», macht sich Kunz Sorgen. Man sei zwar noch immer auf der Suche nach Verstärkungen, aber nicht um jeden Preis. Dazu sei das Budget auf dem Birchhölzli zu knapp.

«Der Kampf ist unsere Stärke»

So müssen mehr oder weniger jene SCD-Spieler das Unternehmen «Ligaerhalt» realisieren, die bereits in der Vorrunde die 22 Zähler erspielt haben. «Im letzten Jahr hatten wir zur gleichen Zeit nur halb so viele Punkte auf dem Konto und haben am Ende den Abstieg verhindert. Wir dürfen also optimistisch sein, Grund zur Euphorie besteht hingegen keiner», schätzt der Berner die Chancen seiner Mannen ein.Damit diese auch in den kommenden Spielen fleissig Punkte sammeln, werden die Sensler wiederum ihre Tugenden «Einsatz und Kampf» in die Waagschale werfen müssen. «Der Kampf ist unsere Stärke. Nur wenn wir konditionell in einer Top-Verfassung sind, können wir unsere spielerischen Defizite wettmachen», weiss Adrian Kunz um das Plus seines Teams. Deshalb habe man in der Winterpause in erster Linie physisch gearbeitet.Dank der guten Infrastruktur mit einem Kunstrasenplatz konnte man bereits am 5. Januar den Trainingsbetrieb auf dem Birchhölzli wieder aufnehmen. Da spielte es auch keine Rolle, dass den Düdingern das Geld für ein Trainingslager fehlte.Einige Testspiele führte die Nummer eins des Sensebezirks trotzdem durch. Die Resultate fielen aber eher durchzogen aus. Entsprechend knapp fiel des Trainers Kommentar zu den Resultaten aus: «Wir haben noch viel zu tun.»

Team

Torhüter: René Martinez (neu, Stade Payerne), Marco Vogelsang.Verteidiger: Emmanuel Emery (neu, Portalban), Christopher Henchoz, Kevin Jenny (neu, U19 Freiburg), Vincent Kaltenrieder, Boris Koren (neu, Villars-sur-Glâne), Savo Simic, Daniel Spicher.Mittelfeld: Fabien Brügger, Adrian Fasel (in der Vorrunde Auslandaufenthalt), Florian Favre, Philippe Giroud, Ken Krähenbühl, Marc Meier (U19 Freiburg), Michael Stulz, Markus Wyss (neu, SC Ostermundigen), Alain Zbinden (definitiv von BSC Young Boys).Sturm: Fred Beck (neu, Courtepin), Adnan Rexhay (neu, Inter A SCD), Lukas Schneuwly, Elmar Wohlhauser.Trainer: Jean-Claude Waeber. Coach: René Stritt.Abgänge: Yves Bartels (2. Mannschaft), Marc Bertschy (Plaffeien), Blerim Rudhani (Rücktritt), Reto Spicher (Auszeit, Heitenried).
 

Düdingen II steigt in die 2. Liga auf

Die zweite Mannschaft des SC Düdingen kam in Avenches zu einem hoch verdienten Sieg. Weil die Sensler die direkte Begegnung gegen St-Aubin gewonnen hatten, schafften sie im letzten Spiel doch noch den Aufstieg in die 2. Liga.

Mit zwei Unentschieden und einer Niederlage ist dem SC Düdingen II der Start in die Aufstiegspoule alles andere als optimal gelungen. Mit zwei ausgezeichneten Leistungen in den beiden letzten Spielen ist es den Leuten von Trainer Erich Durret aber gelungen, das Blatt doch noch zu ihren Gunsten zu wenden. Damit hat man auch allfällige Gerüchte aus der Welt geschafft, wonach der SC Düdingen II den Aufstieg in die 2. Liga nicht mit aller Konsequenz anstreben wolle. SCD-Präsident Pascal Bächler hätte auch gerne den FC Schmitten als Aufsteiger gesehen: «Wir hatten insofern etwas Glück, dass die Resultate in der letzten Runde auch zu unseren Gunsten ausgefallen sind.» Den Aufstieg habe sich die Mannschaft aber mit ausgezeichneten Leistungen in den beiden letzten Spielen verdient, sagte Präsident Pascal Bächler nach dem Spiel.
 

Düdingen bleibt in der 1. Liga

Was in der Winterpause wohl nur noch wenige für möglich gehalten haben, ist eingetroffen: Der SC Düdingen bleibt in der 1. Liga. Die Sensler gewannen daheim vor 554 Zuschauern gegen Nyon durch ein Tor von Gigic mit 1:0.