GV+Schlagzeilen 2011/12

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SCD-Generalversammlung 2012
 

An der Generalversammlung konnte der SC Düdingen mit einem Gewinn von knapp 22000 Franken ein vorzügliches finanzielles Ergebnis präsentieren. Auch die sportliche Bilanz des 1.-Ligisten fiel zufriedenstellend aus.

Beat Hirschi, einer der Co-Präsidenten neben Alexander Schmutz und Erwin Spicher, konnte am Freitagabend im Birchhölzli die generöse Gabe des verstorbenen Klubfreundes Dr. Adolf Merkle vermelden; dessen Spende über 100000 Franken dürfe aber in den nächsten zehn Jahren nur zweckgebunden in die Juniorenförderung fliessen. Der sportliche Höhepunkt sei das knapp und unglücklich verlorene Cupspiel gegen Servette gewesen. Weiter laufe das Projekt «Neues Stadion Birchhölzli» mit 350 bis 500 Sitzplätzen und möglicherweise einem Kunstrasen weiter auf Hochtouren. Die finanziellen Mittel seien praktisch zusammen, jetzt fehlt noch das endgültige Einverständnis der Gemeinde.

Stolz verlas Hirschi in Abwesenheit des Finanzchefs Matthias Jungo die Zahlen der Bilanz und der Jahresrechnung (600000 Umsatz), die mit einem Gewinn von rund 20 000 Franken nach Abschreibungen und Rückstellungen abschloss. Zudem verfügt der Klub neu auch über ein stolzes Eigenkapital, was keine Selbstverständlichkeit darstellt. Die Auflösung des Vertrages mit Trainer Martin Weber hat nach Aussage des Vorstands keine Auswirkungen auf das neue Budget.

Ziel: In den ersten fünf

Nach einer starken Vorrunde setzte der Club die Ziele der ersten Mannschaft mit dem Erreichen des Aufstiegs in die 1. Liga Promotion etwas höher an; mit diesem Druck sei das Team dann in der Endphase der Meisterschaft nicht mehr ganz zurechtgekommen, sagte Beat Hirschi in seinem Bericht als abtretender TK-Chef. Die fehlenden Resultate und die altersmässige Struktur der Mannschaft haben die Verantwortlichen dann in der Sommerpause dazu bewogen, neue Wege zu gehen und Trainer Martin Lengen zu holen. Mit den diversen Transfers – auch von zwei erfahrenen Spielern vom FC Freiburg – strebt des SCD auch in der kommenden Saison einen Platz unter den ersten fünf in der 1. Liga an. Zudem will man erneut in die erste Hauptrunde im Cup.

Die zweite Mannschaft erreichte die Aufstiegsspiele, wo sie der fehlenden Routine Tribut zollen musste. Das «Zwöi» wird neu von Daniel Rappo trainiert. Zudem konnten die Junioren E und das Inter-B- Team (Cup) nebst den Veteranen Erfolge für den SCD feiern.

Mutationen im Vorstand

Im Vorstand gab es folgende Wechsel: Für die zurücktretenden Matthias Jungo und Daniel Bertschy übernehmen Astrid Engel, René Cavigelli und Raphael Portmann die frei gewordenen Ämter Finanzen, TK-Chef sowie Verantwortlicher Senioren/Veteranen/U80. Co-Präsident Erwin Spicher konnte die langjährigen Mitglieder Laurent Baeriswyl und Daniel Bertschy zu Ehrenmitgliedern ernennen. Ein grosser Dank ging erneut an das Dorfturnier-Team um Walter Pesenti.

Die Wechsel in der ersten Mannschaft

Zugänge: Martin Lengen (Trainer), Yann Hartmann (Jg. 85, Freiburg) Anthony Pelle (91, Stade Payerne), Fréderic Piller (89, Freiburg), Slaven Savic (84, Köniz), Lukas Weber (91, Bern) sowie die eigenen Junioren Vegim Berisha, Luca Hagi, Daniel Peradovic und Giuseppe Thurnherr.

Abgänge: Yannick Perler (Kerzers), Adnan Rexahi, Ahmet Sefa (beide Léchelles), Tavares Adelino Silva (Yverdon?).

HEADLINES

 

Hier werden nur einige Schlagzeilen herausgepickt - Weitere News zu dieser Saison finden Sie in den Rubriken: News 1999 - 2019 und der Gùmpa

 



Weber entlassen

Nach vierjähriger erfolgreicher Arbeit von Martin Weber hat sich der 1.-Ligist SC Düdingen unerwartet von seinem Trainer getrennt. Martin Lengen kehrt früher als geplant vom FC Kerzers zurück und soll den Neuaufbau forcieren.

Überraschend hat sich der SC Düdingen rund eine Woche nach dem Saisonende von Trainer Martin Weber getrennt. «Für das Umfeld ist dieser Entscheid sicher überraschend, für uns hat sich die Trennung in den letzten Wochen aber abgezeichnet», sagt Düdingens Co-Präsident Beat Hirschi. «Nach der Negativspirale in der Rückrunde (Red.: acht Niederlagen in neun Spielen) haben wir uns Gedanken gemacht, wie die Zukunft aussehen könnte. Da wir jetzt einen Neuaufbau planen – wir haben einige arrivierte Spieler, die nicht mehr so lange dabei sein werden – kamen wir zum Schluss, dass wir diese Herausforderung gleich einem neuen Trainer überlassen wollen.» Martin Weber habe selbstredend enttäuscht auf die Trennung reagiert, so Hirschi. «Alles andere wäre ja auch nicht normal.»

Niederlagen als Auslöser

Geplant war der Wechsel auf der Trainerbank eigentlich für die übernächste Saison. «Die Niederlagenserie hat aber eine gewisse Angst ausgelöst, dass wir ein Malaise in die nächste Saison mitnehmen und dann reagieren müssen. So ist es ein sauberer Schlussstrich», hält Hirschi fest. Martin Weber habe den SC Düdingen dort hingeführt, wo er ist – ins Mittelfeld der 1. Liga. «Er und die Mannschaft haben vier Jahre sehr gute Arbeit geliefert. Trotzdem gab es Zeichen von Abnützungserscheinungen. Es waren zwar noch keine Alarmzeichen, aber Zeichen, die man wahrnehmen muss», so Hirschi, weshalb Weber trotz einem noch für ein Jahr gültigen Vertrag gehen musste.

«Genau der richtige Mann»

In einem Drei- bis Vier-Jahres-Plan soll jetzt der Umbau mit der Integration von jungen Spielern folgen. «Wir wollten jemandem anderen die Chance geben, neu anzufangen», erklärt Hirschi weiter. Die Wahl war schon seit langem auf Martin Lengen gefallen. Bevor dieser die letzte Saison als Trainer bei 2.-Ligist Kerzers amtete, war er während Jahren Assistenztrainer in Düdingen. «Vor einem Jahr haben wir Lengen wissen lassen, dass er unser künftiger Trainer sein wird. Zunächst sollte er aber erste Erfahrungen als Cheftrainer sammeln. Statt 2013 kehrt er nun schon jetzt zurück. Martin Lengen ist ein sehr erfolgsorientierter, kommunikativer Trainer. Für unsere Strategie mit jungen Spielern ist er genau der richtige Mann», ist Beat Hirschi überzeugt. Lengen unterschrieb beim SC Düdingen für ein Jahr mit einer Option auf zwei weitere. Mit ihm wechselt auch sein Assistent in Kerzers, Andreas Bachofner, zu den Senslern.

Im Sinne der Strategie integriert Düdingen Luca Hagi, Vegim Berisha (beide 2. Mannschaft) sowie Giuseppe Thurnherr (Inter A) ins Fanionteam. Weitere Transfers neben Frédéric Piller und Yann Hartmann (beide vom FC Freiburg) sollen demnächst bekannt gegeben werden.

Martin Weber:«Hoffe, es war ein guter Entscheid für Düdingen»

Martin Weber erfuhr am Sonntagabend nach der Rückkehr aus seinen Ferien von seiner Absetzung. «Klar bin ich enttäuscht. Vor allem der Zeitpunkt ist überraschend und doch sehr unglücklich gewählt. In zwei Wochen startet das Training wieder. Das Programm steht.» Zudem habe er so kurzfristig keine Chance, einen neuen Trainerjob zu finden. Und dies, nachdem er in den vergangenen Jahren etlichen Vereinen abgesagt habe, auch besseren Clubs als Düdingen, so Martin Weber.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel sei die Trennung aber auch für ihn nicht gekommen. «Ich bin schon lange in diesem Geschäft und kenne die Menschen. Das Verhalten von einigen war in den letzten Wochen vielsagend», so Martin Weber. Trotz dem unschönen Abgang möchte der Berner die vier Jahre als Trainer des SC Düdingen nicht missen. «Ich habe meine Ziele mit dem Verein erreicht. Darauf bin ich stolz. Sportlich hatte Düdingen so gute Zeiten wie noch nie. Man verlässt nie gerne einen Club, der einem ans Herz gewachsen ist. Aber so ist das Fussball-Business. Der Entscheid wurde nun einmal getroffen. Ich hoffe, es war ein guter für den SCD.»

Martin Lengen:«Ich weiss, wie es in der 1. Liga abgeht»

Es sei auch für ihn überraschend gewesen, dass er bereits jetzt zu Düdingen zurückkehre, so Martin Lengen. «Dass ich früher oder später wieder für Düdingen arbeite, war in Planung. Nun ist es aber schneller gegangen als erwartet.» Nach nur einem Jahr als Cheftrainer in der 2. Liga freut sich Lengen auf die Herausforderung. «Es ist nicht alltäglich, dass man so schnell eine Chance erhält.» Bedenken, dass die 1. Liga noch eine Nummer zu gross für ihn sein könnte, hat er nicht. «Ich weiss, wie es in der 1. Liga abgeht, zumal ich ja bereits Assistent bei Düdingen gewesen bin. Zudem habe ich selbst auf höchstem Niveau gespielt», so Lengen, der unter anderem für die Young Boys, Sitten und Luzern verteidigt hat.

Ziele für die nächste Saison seien zusammen mit dem Vorstand noch keine ausgegeben worden. «Das hängt auch vom Kader ab.» Sicher wolle er aber die vielen guten jungen Spieler im Club an die Spitze führen. «Es ist nicht möglich, gleich elf junge Spieler aufzustellen. Aber dieser Prozess muss nun beginnen.» Martin Lengen beschreibt sich als Trainer, der den Spielern viel gibt, aber dementsprechend auch viel verlangt. «Ich erwarte Disziplin, Leistung und dass jeder immer alles gibt.»

«Die Enttäuschung ist nicht gross»

Den verpassten Aufstieg in die 1. Liga Promotion nimmt man beim SC Düdingen relativ gelassen hin. Trainer Martin Weber konzentriert sich lieber auf das Fussball-Derby gegen den FC Freiburg (Samstag, 18 Uhr) und verrät den FN: «Wir wollen die Nummer eins im Kanton werden.»

Nach der 0:1-Niederlage gegen Meyrin ist der Traum vom Aufstieg in die 1. Liga Promotion geplatzt. Wie enttäuscht sind Sie deswegen?

Die Enttäuschung ist nicht gross. Wir haben es nicht geschafft, die ganze Saison auf konstant hohem Level zu spielen. Das wäre aber nötig gewesen, um den Aufstieg zu schaffen. Wir wussten um unsere Limiten.

Welche Limiten meinen Sie?

Wir waren uns bewusst, dass wir einen schmalen Kader haben. Zu schmal, um ernsthaft den Aufstieg anvisieren zu können. In der Vorrunde hatten wir das Glück, dass wir keine Ausfälle zu beklagen hatten. In der Rückrunde waren aber oft Spieler verletzt oder gesperrt.

Warum erklärt man denn die Promotion zum Ziel, wenn man weiss, dass sie kaum realisierbar sein wird?

Wir haben nie explizit gesagt, dass wir aufsteigen wollen. Wir wollten um den Aufstieg mitspielen, das ist nicht ganz das Gleiche. Wenn wir den Aufstieg wirklich mit letzter Konsequenz angestrebt hätten, hätten wir für die Rückrunde zusätzliche Spieler engagieren müssen. Nach der Vorrunde lagen wir in den Top-3, deshalb war es legitim, die Zielsetzung nach oben zu korrigieren. Es wäre für die Spieler nicht motivierend gewesen, wenn der Verein weiter einen Platz unter den ersten acht gefordert hätte.

Hat man sich damit nicht selber zu sehr unter Druck gesetzt?

Druck ist ja nicht per se etwas Negatives. Wenn man im Abstiegskampf um die Existenz kämpft, dann wirkt er negativ. Das war bei uns ja nicht der Fall. Druck kann durchaus zu einer positiven Entwicklung führen, ohne Druck sind keine Höchstleistungen möglich.

Höchstleistungen sind Ihrem Team ab dem Zeitpunkt, als der Verein die 1. Liga Promotion als Ziel definiert hat, aber keine mehr gelungen. Zufall?

Nein, natürlich nicht. Es hat sich gezeigt, dass die Mannschaft noch nicht so weit ist, dass sie mit solchem Druck umgehen kann. Beim Fussball entscheidet sich sehr viel im Kopf. Wenn wir ein Spitzenteam sein wollen, müssen wir diesen Druck aushalten können. Für die Spieler war es eine lehrreiche Erfahrung und für den Verein ist es vielleicht sogar besser, dass wir nicht aufgestiegen sind.

Inwiefern?

Der Aufwand in der 1. Liga Promotion wäre um einiges höher gewesen. Es hätte ein grösseres Budget gebraucht, die Spieler hätten mehr trainieren müssen. Ich weiss nicht, ob der Verein diesen Spagat so ohne Weiteres geschafft hätte, zumal auf der Ertragsseite kaum mehr hinzugekommen wäre. Man konnte es nicht erst diese Saison beobachten: Egal ob wir Zwölfter oder Zweiter sind, Zuschauer kommen immer gleich viele ins Birchhölzli.

So einfach wie dieses Jahr wird es nie mehr sein, den Aufstieg zu schaffen...

Das stimmt. Obwohl wir in den letzten acht Partien sieben Mal verloren haben, waren unsere Aufstiegschancen sehr lange intakt. Das zeigt, wie ausgeglichen die Liga ist. Wenn wirklich alles optimal gelaufen wäre, hätten wir die Promotion schaffen können. Wir haben vieles probiert, es hat aber nicht geklappt.

Woran hat es gelegen, dass es nicht geklappt hat? Waren wirklich nur die verletzten Spieler ausschlaggebend?

Es war im Spiel gegen Martigny Anfang April, als mit Pascal Jenny und Daniel Spicher innerhalb von drei Minuten zwei Stamm-Verteidiger verloren haben. Als wir dann das Spiel auch noch wegen Fehlern in der Defensive verloren haben, hat die Mannschaft einen Knacks erlitten. Plötzlich waren die Souveränität und das Selbstvertrauen weg.

In den letzten acht Meisterschaftsspielen mussten Sie 20 Gegentore hinnehmen...

Auch das hat mit den zahlreichen Verletzten zu tun. Wir mussten die Defensive ständig umkrempeln und gar Junioren einsetzen, weil unser Kader so knapp ist. Diesbezüglich wird sich auf die kommende Saison hin einiges tun.

Martin Weber bleibt Trainer des SC Düdingen

Martin Weber hat seinen Ende Saison auslaufenden Vertrag mit dem SC Düdingen um ein Jahr verlängert. Einer seiner Beweggründe dafür sind die gesteigerten Ambitionen des Clubs. Weiter unklar ist die nahe Zukunft von Ermin Gigic.

Mit 27 Punkten ist dem SC Düdingen die Vorrunde der 1.-Liga-Meisterschaft überaus gut gelungen. Die Sensler liegen nur einen Punkt hinter dem zweitklassierten Yverdon, und damit nur einen Punkt hinter einem Aufstiegsplatz für die auf die Saison 2012/13 hin neu gegründete 1. Liga Promotion.

«Spitzengruppe oder sogar Aufstieg»

Kein Wunder deshalb, wollte der Club Trainer Martin Weber frühzeitig auch für nächste Saison binden. «Aufgrund der guten Resultate und der guten Zusammenarbeit haben wir den Vertrag mit Weber um ein Jahr verlängert», gab Präsident Beat Hirschi gestern bekannt.

Weber freut sich ebenfalls über die Vertragsverlängerung. «Es gefällt mir gut in Düdingen, ich fühle mich wohl. Und meine Arbeit ist noch nicht erledigt.» Einer der Beweggründe dafür, dass der ehemalige YB-Spieler für ein weiteres Jahr bei den Senslern unterschrieben hat, ist die angepasste Zielsetzung des Clubs. «Wir wollen sportlich in den nächsten eineinhalb Jahren einen Schritt nach vorne machen, das heisst, in der Spitzengruppe mitspielen und vielleicht sogar den Aufstieg schaffen. Das sind neue, interessante Perspektiven.» Tatsächlich sind dies neue Töne aus Düdingen. Bis anhin hatte sich der SCD stets eher als einen Club bezeichnet, für den die 1. Liga Promotion über den Ansprüchen liege. «Doch nun hat sich einiges verändert. Wir haben gemerkt, dass wir sportlich vorne mitspielen können, und dies mehrheitlich mit Leuten aus der Region. Ich kann seit drei Jahren fast mit denselben Leuten arbeiten», so Weber.

Gigic bei Wohlen im Gespräch

Im Hinblick auf die am 10. März beginnende Rückrunde gibt es denn auch wenig überraschend kaum Mutationen im Kader. Einzig der in der Winterpause ausgelaufene Vertrag von Jean-Michel Cavaretta ist nicht verlängert worden. «Er hat es nicht zum Stammspieler gebracht, so dass eine weitere Zusammenarbeit wenig Sinn ergeben hätte», sagt Weber.

Unsicher ist zudem, ob Vorrunden-Topskorer Ermin Gigic (14 Tore) in der Rückrunde immer noch zum Team der Sensler gehören wird. Nachdem der Stürmer im November bereits Probetrainings beim FC Thun absolviert hatte und in einem Trainingsmatch gegen Aarau damals für die Berner sogar ein Tor erzielt hatte, ist nun Challenge-League-Club Wohlen an ihm interessiert.

Trainer in Wohlen ist Adrian Kunz, der seit jeher grosse Stücke auf Gigic hält und den 27-Jährigen fast überall hingelotst hat, wo er selbst Trainer war, sei es in Düdingen, Freiburg oder Breitenrain. Selbst die Trainings mit dem FC Thun hatte Kunz als damaliger Assistenztrainer der Berner Oberländer eingefädelt.

Gestern absolvierte Gigic gemäss Beat Hirschi für Wohlen ein Testspiel gegen Basels U21. «Es wird sich am Wochenende entscheiden, ob Gigic in der Rückrunde noch in Düdingen spielt», sagt Hirschi. Weber geht davon aus, dass Gigic bleibt. «Wenn ein Spieler in eine höhere Liga wechseln will, will ich ihm nie Steine in den Weg legen. Doch ein Wechsel nach Wohlen hätte für Gigic nun wirklich keinen Sinn.» Die Aargauer befinden sich in der Challenge League mitten im Abstiegskampf. «Sollte Gigic dennoch den SCD verlassen, werden wir uns für die Rückrunde nach einem Ersatz umsehen», so Weber.

(Vorrunde) Der Erfolg macht Lust auf mehr

Der SC Düdingen hat in der Hinrunde der 1. Liga seine Erwartungen übertroffen. War vor der Saison noch ein Platz in den Top 8 das Ziel, wird nun der Aufstieg angestrebt. Die Zwischenbilanz von Trainer Martin Weber ist positiv.

15 Spiele, 8 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen und Rang 4 – das ist die positive Bilanz des SC Düdingen nach der Hinrunde. «Wir haben damit unsere Ziele ganz klar übertroffen und eine tolle erste Meisterschaftshälfte hingelegt», sagt Trainer Martin Weber. Unerwartet kommt der Höhenflug seiner Mannschaft für den Berner, der sein viertes Jahr mit den Senslern bestreitet, indes nicht. «Bereits vor Saisonbeginn haben wir kommuniziert, dass wir in der vorderen Hälfte der Gruppe mitspielen wollen. In dieser Saison verfüge ich über das beste Team, seit ich in Düdingen bin und auch der Club hatte wohl noch nie eine so starke Equipe. Wir konnten also davon ausgehen, dass es gut kommen muss.»

«Maximum herausgeholt»

Nicht ganz einfach sei der Start in die Meisterschaft gewesen, so Martin Weber. «Die ersten beiden Partien haben wir gewonnen, dann folgten drei Niederlagen. Entscheidend war dann das Cup-Spiel gegen Servette (Anm. d. Red.: 1:4 nach Verlängerung). Viele dachten, dass danach der Einbruch erfolgen würde. Dem war aber nicht so», hält der SCD-Trainer fest. Die Gründe liegen für ihn auf der Hand. «Zunächst einmal hatten wir kaum Verletzte zu beklagen und ein breites Kader zur Verfügung. Die Spieler harmonieren gut, insbesondere im Spiel nach vorne.» Beleg dafür sind die 33 erzielten Treffer. Nur die Nachwuchs-Teams von Sitten (45) und den Young Boys (34) schossen mehr Tore. «Mit den Stürmern Ermin Gigic, Lukas Schneuwly und Marc Rotzetter sind wir im Sturm stark besetzt», freut sich Martin Weber. «Aber die Mannschaft hat sich insgesamt gefunden und konnte dank dem guten Teamgeist im Herbst eine tolle Serie auf den Rasen bringen.» Neun Spiele en suite blieb der SC Düdingen ungeschlagen. «Wir haben das Maximum herausgeholt, wenn wir einmal das letzte Spiel vor der Winterpause ausklammern.»

Stabile Defensive

In diesem unterlagen die Düdinger bei der U21 von YB mit 1:9. «Manchmal tut eine solche Ohrfeige auch gut», so Weber, der im Vergleich zur vergangenen Saison auf eine wieder erstarkte Defensive bauen kann. «Vor der Partie in Bern kassierten wir im Schnitt etwas mehr als ein Tor pro Match. Die Verteidigung ist stabiler und besser organisiert. Dies sicher auch, weil ich die Aufstellung kaum einmal verändern musste. Und obwohl wir sehr offensiv agieren, wurden die defensiven Aufgaben von allen erledigt.»

Mit den positiven Resultaten der Vorrunde ist für Martin Weber klar, dass die Ziele revidiert werden müssen. «Unser Ziel muss es nun sein, um den Aufstieg mitzuspielen. Wenn es sportlich möglich ist, in die 1. Liga Promotion aufzusteigen, liegt es sicher auch vonseiten des Clubs drin. Wenn wir vorne dabei sind, können wir genauso gut den Aufstieg anpeilen.» Und um die Ambitionen zu unterstreichen, fügt Martin Weber hinzu, dass wenn es Wechsel in der Winterpause gebe, dann zum Aufrüsten.

Sportklub plant ein grosses Fussballstadion

Die veralteten Anlagen im Düdinger Birchhölzli sollen bald verschwinden. Der SC Düdingen will ein neues Stadion mit bis zu 500 Sitzplätzen, neuen Garderoben und einem Restaurant bauen. 1,5 Millionen Franken sind bereits beisammen.

Auf dem Areal der Sportanlagen Birchhölzli hat der Sportklub Düdingen Grosses vor: Die Anlagen aus dem Jahre 1973 sollen einem Stadion mit 450 bis 500 Sitzplätzen weichen. Unter der Tribüne sind neue Garderoben geplant. Die Buvette soll durch ein Restaurant ersetzt werden, das unabhängig vom Spielbetrieb geöffnet ist. Auch eine Nutzung für Physiotherapie, Fitness/Wellness und Büroräumlichkeiten ist vorgesehen. «Es ist in der Tat ein Riesenprojekt», sagt Beat Hirschi, Co-Präsident des SC Düdingen.

Die bestehenden Anlagen seien einfach nicht mehr zeitgemäss, erklärt Hirschi. «Als 2007 das Kunstrasenfeld gebaut und der Rasenplatz saniert wurde, hat man es verpasst, die Arbeiten auch gleich auf die Infrastruktur auszuweiten.» Dies will der Vorstand jetzt nachholen, wie er bereits im Juli an der GV erklärte (FN vom 18. Juli). «Ich habe immer gesagt, dass ich nicht Verwalter sein, sondern etwas in Bewegung setzen will», sagt Beat Hirschi, der dem Verein seit Juli 2010 im Co-Präsidium vorsteht. 2,5 bis 3 Millionen Franken soll der Neubau kosten, sagt er und bestätigt damit eine Meldung von Radio Freiburg vom Dienstag. Die Gemeinde werde sich nicht an den Investitionen beteiligen, aber am jährlichen Unterhalt.

Schon 1,5 Millionen sicher

1,5 Millionen Franken hat der Vorstand durch Investoren sowie Subventionen von Bund und der Loterie Romande bereits beisammen. «Dass wir als Fussballklub vom Land einen solch grossen Betrag auf sicher zusammenhaben, macht uns stolz.» Um weitere Investoren zu finden, müsse das Projekt nun im Detail ausgearbeitet werden. «Wir sind an der Feinplanung.» Aus dieser sollen dann konkrete Zahlen wie Mieteinnahmen oder die Rendite des Restaurants abgeleitet werden können. Beat Hirschi ist zuversichtlich, dass die fehlenden Gelder für den Neubau zusammenkommen. «Sollten wir sehen, dass dies nicht realistisch ist, müssen wir das Projekt abspecken.» Vom sportlichen Erfolg des SC Düdingen sei es nicht abhängig.

Land im Baurecht abtreten

Die Ausbaupläne des SC Düdingen seien dem Gemeinderat bekannt, sagt Gemeindeschreiber Thomas Bürgy. Der Standort der Sportanlage Birchhölzli liegt direkt an der Autobahn. Sie grenzt an die Arbeitszone Birch und wäre deshalb auch als Industrieland denkbar. Nach verschiedensten intensiven Abklärungen habe der Gemeinderat kürzlich entschieden, aufgrund der vor einigen Jahren getätigten Investitionen für die Sanierung der Spielfelder mindestens für die nächsten 30 Jahre am heutigen Standort festzuhalten.

Es sei auch denkbar, dass für das Birchhölzli analog zur Eishalle eine Trägerschaft gegründet werde, sagt Bürgy. Dieser könnte die Gemeinde das Land im Baurecht abtreten und sich an den Betriebskosten beteiligen. Auch der Gemeinde sei es wichtig, dass eine gute und nachhaltige Lösung gefunden werde. Es seien aber noch viele offene Fragen zu klären.

Der SC Düdingen forderte dem Super-League-Club Servette alles ab

Düdingen unterliegt in der 1. Hauptrunde desSchweizer CupsServette erst nach Verlängerung mit 1:4.

2825 Zuschauer waren gestern Sonntag im Düdinger Birchhölzli Zeugen eines echten Cup-Fightes. Super-League-Aufsteiger Servette beschränkte sich gegen den stark aufspielenden 1.-Ligisten SC Düdingen vorerst auf Minimalistenfussball, doch Trainer João Alves handelte nach dem frühen Rückstand durch Ermin Gigic (6.) und verstärkte die Offensive. Die eingewechselten Matias Vitkieviez, Eudis und Stéphane Nater sorgten denn auch mit ihren Treffern für die Entscheidung zugunsten der Genfer.

Das Fussballfest der besonderen Art

Wer in diesen Tagen die Homepage des SC Düdingen besucht, dem sticht als erstes eine ellenlange Namensliste ins Auge. 114 Personen sind da aufgeführt. 114 Matchballsponsoren, um genau zu sein. Noch nie war eine Dankesliste des SCD so lang, und es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um vorauszusagen, dass demnächst auf dem Birchhölzli etwas ganz Besonderes vonstattengehen wird.

Es ist ein ganz besonderer Leckerbissen, den die Fussballfans am kommenden Sonntag in Düdingen geniessen können. Servette Genf, einer der ältesten und traditionsreichsten Fussball-Vereine der Schweiz, fordert den SCD zum Duell. Der Tabellensechste der Super League gegen den Zehntplatzierten der 1. Liga – der Schweizer Cup machts möglich. Mit einem 2:1-Sieg gegen Meyrin in der Cup-Qualifikation haben sich die Sensler dieses Fussballfest vor gut einem Monat verdient.

3500 Zuschauer erwartet der SC Düdingen am Sonntag, darunter auch einige heissblütige Servette-Fans. Dass die Genfer Anhänger nach denen des FC Basel und der Berner Young Boys als die drittschlimmsten Krawallmacher der Super League gelten, bereitet Düdingens Co-Präsident Beat Hirschi etwas «Bauchschmerzen»: «Damit es nicht zu Zwischenfällen kommt, haben wir den Sicherheitsdienst von Freiburg Gottéron engagiert. Ich bin zuversichtlich, dass alles ohne Probleme abläuft, zumal unsere Fans kaum auf etwaige Provokationen der Genfer eingehen werden.»

Damit auch sicher alle 3500 Fussballfans auf dem Birchhölzli einen Platz finden, hat der Verein viel Aufwand betrieben. «Wir haben die Tribüne vom Schwarzsee-Schwinget und jene von der Eishalle SenSee organisiert und rund ums Spielfeld aufgebaut», sagt Hirschi. «Zudem haben wir mit Holzpaletten Erhöhungen gebaut, um allen Zuschauern eine gute Sicht zu ermöglichen.»

Dank Cup-Spiel aus der Krise?

Die äusseren Rahmenbedingungen sind also gegeben, damit der Cup-Match zum Fussballfest werden kann. Jetzt muss nur noch das Team von Martin Weber seinen Teil beitragen. Sportlich lief es dem SC Düdingen allerdings in letzter Zeit nicht mehr so prächtig wie zu Beginn der Meisterschaft. Dreimal in Folge musste die Mannschaft als Verlierer vom Platz, und bei der 0:3-Pleite vor Wochenfrist in Martigny enttäuschten Webers Schützlinge auf der ganzen Linie. «Das Cup-Spiel kommt für uns gerade richtig», findet Martin Weber. «Wir freuen uns sehr auf diesen speziellen Match und können die Probleme in der Meisterschaft vorerst etwas hinter uns lassen.»

Überraschung dank Webers Cup-Routine?

Die Wahrscheinlichkeit, dass der SC Düdingen ausgerechnet gegen Servette zum Siegen zurückkehrt, ist natürlich klein. Es bräuchte schon ein Fussballwunder, damit die Düdinger Amateure die Genfer Profis bezwingen könnten. Doch beim SCD will man nichts unversucht lassen, um Fussballgeschichte zu schreiben, und schöpft in erster Linie Hoffnung aus der Cup-Routine von Trainer Martin Weber.

«Tinu» spielte von 1979 bis 1994 für die Young Boys in der NLA, gewann 1986 mit seinem Verein die Schweizer Meisterschaft und 1987 den Schweizer Cup. Der 28-fache Schweizer Internationale hat in seiner Karriere viele Cup-Spiele zwischen David und Goliath erlebt, wobei er jeweils auf der Seite des vermeintlich Stärkeren gestanden hat. «Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie unangenehm es ist, als Profi gegen unterklassige Teams zu spielen», so Weber. «Ich weiss, was es braucht, um den Favoriten nervös zu machen. Wenn wir bis zur Pause das Remis halten können, ist an einem guten Tag in der zweiten Halbzeit alles möglich.»

«Wie ein Sechser im Lotto»

Nervös dürften am Sonntag auch die Düdinger Spieler sein, wenn sie ihrem Gegner aus der Super League gegenübertreten. Auch wenn Servette nach seinem Aufstieg den Topteams der Liga auf die Dauer nicht wird Paroli bieten können, verfügen die Genfer dennoch über eine ausgeglichene und insbesondere eingespielte Equipe. Die Abwehr ist zwar nicht immer sattelfest, dafür verfügt Servette über ein kreatives Mittelfeld und vor allem über einen hochkarätigen Sturm. Die Genfer Offensivabteilung um Eudis, Antonio Marcos De Azevedo, Matias Vitkieviez und Julian Esteban hat in den bisherigen acht SL-Spielen sechzehn Tore erzielt – so viele wie kein anderes Team der höchsten Spielklasse.

Die Nervosität steigt

«Die Genfer praktizieren kein körperbetontes Spiel, sondern versuchen spielerisch zum Erfolg zu kommen. Das kommt uns entgegen», sagt Martin Weber, der zugibt, schon selber nervös zu sein vor dem grossen Fussballfest.

Mindestens ebenso aufgeregt wie der SCD-Trainer dürfte auch der Speaker auf dem Birchhölzli dem Cup-Spiel entgegenfiebern. Schliesslich hat er vor dem Match und in der Halbzeitpause die Namen der Matchballsponsoren zu verlesen – und das sind immerhin 114 Stück. So viele wie noch nie zuvor…

 

Ungleiche Web-Auftritte der Fussballvereine

Wohl wie viele andere Fussballfans habe ich vergangenen Samstag die Vorschau in den FN über die freiburgischen 1.-Liga-Mannschaften gelesen. Um mich noch weiter zu informieren, schaute ich mir die Websites an. Die Website des SC Düdingen ist wie immer auf dem neusten Stand. Man findet die neusten Fotos, kurzum man findet viele Infos. Die Website ist toll gemacht, sehr informativ.

Weiter wollte ich mich auf der Website des FC Freiburg etwas informieren. Was für ein Unterschied. Ich habe nicht erwartet, dass es diese in deutscher Sprache gibt. Aber wenigstens, dass aktuelle Infos vorhanden sind, Fehlanzeige. Unter «Presse» findet sich eine Pressemitteilung von Anfang 2010. Unter Galerie kann kein Bild geladen werden. Wenigstens besteht ein Kalender, woraus zu ersehen ist, wann die Matches stattfinden.

Gemäss dem Trainer des SC Düdingen, Martin Weber, werden jedes Jahr Spieler des SCD vom FC Freiburg kontaktiert. Ich würde den Verantwortlichen des FCF vorschlagen, auch einmal den Webmaster des SCD zu kontaktieren. Vielleicht könnte er Entwicklungshilfe leisten, dann wäre immerhin die Website top.

Yvar Wider, Schmitten

Ein punktuell verstärkter SC Düdingen

Mit einem praktisch unveränderten Team startet der SC Düdingen morgen in Yverdon (16 Uhr) in die 1.-Liga-Saison. Trainer Martin Weber hat die Mannschaft gezielt verstärkt und lässt damit den Konkurrenzkampf spielen.

Martin Weber, am Sonntag steht das erste Pflichtspiel der Saison gegen den Challenge-League-Absteiger aus Yverdon auf dem Programm. Ist Ihre Mannschaft bereit?

Wir sind sicher noch nicht bei hundert Prozent unserer Möglichkeiten angelangt, aber jene Spieler, die eingesetzt werden können, sind parat. Die Zuzüge Adelino Silva und Elvic Corovic sind noch gesperrt beziehungsweise nicht qualifiziert, Fabian Brügger fällt nach einer Thrombose noch bis Anfang Oktober aus, und Michael Stulz ist abwesend. Wir werden deshalb noch zwei oder drei Spiele benötigen, bis wir definitiv so weit sind. Trotzdem freuen wir uns auf diese Saison und gehen zuversichtlich nach Yverdon.

Wie verlief die Vorbereitung?

Wir haben bewusst früh mit dem Training begonnen, bereits am 16. Juni. Wie alle Jahre war die Vorbereitung nicht optimal. Immer wieder fehlten Spieler ferienhalber, aber das kennen wir ja, und wir haben gelernt, damit zu leben. Der Vorteil dieser Absenzen war, dass ich viele Junioren testen konnte. Daniel Preradovic hat die Vorbereitung genutzt und es in die Mannschaft geschafft. Er wird in Yverdon wohl spielen.

Die vergangene Saison schloss der SC Düdingen im achten Rang ab. Welche Ziele haben Sie sich für diese Meisterschaft gesetzt?

Die Ziele sind klar definiert. Im Schweizer Cup möchten wir die erste Hauptrunde erreichen. In der Meisterschaft wollen wir wieder in die Top-8 und wenn möglich besser als zuletzt abschneiden. Ich bin überzeugt, dass dies mit meiner Mannschaft möglich ist. Es ist das beste Kader, seit ich in Düdingen bin. Der Konkurrenzkampf wurde grösser, was uns gut tut. Wir sind noch an einem Mittelfeldspieler dran. Ich hoffe, dass wir die Verpflichtung in den nächsten Tagen realisieren können.

Zuletzt konnte sich Düdingen auch schon den Prestige-Titel des besten Freiburger Teams sichern. Wird es damit in dieser Saison wieder klappen?

Es ist natürlich immer ein Ziel, sich mit dem FC Freiburg messen zu können. Und dass der FC Bulle aufgestiegen ist, freut mich speziell. Die Derbys sind sehr wichtig für uns, um Einnahmen zu generieren. Aber man muss schon sehen, dass die Ausgangsposition nicht dieselbe ist. Das grösste Potenzial hat Freiburg, das wieder aufgerüstet hat und eigentlich vor uns klassiert sein müsste. Wir haben jedoch sehr gut gearbeitet, und ich bin zufrieden mit unseren Transfers. Ich bin optimistisch, dass wir uns gegen die Freiburger wehren können.

Die Ausgabe 2011/12 des SC Düdingen unterscheidet sich nur wenig von jener aus dem Vorjahr. Ist dies ein Vor- oder ein Nachteil?

Das ist zu hundert Prozent positiv, ganz klar. Wir haben Spieler, die jedes Jahr vom FC Freiburg angefragt werden. Trotzdem bleiben sie in Düdingen, wo sie viel weniger Spesen vergütet erhalten als anderswo. Dies zeigt, dass das Team zusammenhält. Für uns ist es ein grosser Erfolg, mit der praktisch identischen Mannschaft in die Saison starten zu können.

Mit 68 Gegentreffern hatte Düdingen in der vergangenen Saison die schlechteste Defensive der Gruppe. Wie wollen Sie die Verteidigung stabilisieren?

Das Problem in der letzten Saison war, dass wir nie das gesamte Team zur Verfügung hatten. Dennoch kassierten wir zu viele Treffer, das ist klar. Wir haben mit Silva und Corovic deshalb zwei neue Verteidiger geholt. Aber letztlich waren die zahlreichen Gegentore auch die Konsequenz aus unserem offensiven Spiel; sie sind die Kehrseite. Wir werden trotzdem wieder angreifen, zumal wir vier Top-Stürmer im Kader haben.

Sie steigen in Ihre vierte Saison als Trainer des SC Düdingen. Was hat sich in dieser Zeit verändert?

In den beiden ersten Jahren hatte ich jeweils eine praktisch komplett neue Mannschaft zur Verfügung. Das ist nun anders. Das Kader hat sich wie bereits erwähnt kaum verändert, vieles hat sich eingespielt. Dadurch hat sich allerdings die Gefahr ergeben, dass die Spieler denken, es gehe von alleine. Es liegt an mir, dafür zu sorgen, dass wir nicht genügsam werden. Deshalb haben wir die Transfers getätigt und das Kader verbreitert. Ich habe nun 14, 15 gleichwertige Spieler zur Verfügung. Dieser Konkurrenzkampf ist das eigentlich Neue. Gleich geblieben ist, dass wir als Team Erfolg haben und die Freude am Fussball auf dem Platz zeigen wollen. In den vergangenen beiden Jahren ist uns das gut gelungen.

Letzte Saison mussten jeweils viele Ihrer Spieler in die 3. Liga der zweiten Mannschaft aushelfen gehen. Wird dies immer noch der Fall sein?

Wir setzen alles daran, dass dem nicht mehr so ist. Aber das liegt in erster Linie an der zweiten Mannschaft. Nach wie vor wird immer der eine oder andere Spieler aushelfen müssen, aber wir wollen nicht mehr, dass die 3.-Liga-Mannschaft zu sehr von uns lebt.