GV+Schlagzeilen 2013/14

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SCD-Generalversammlung 2014
 

An der Generalversammlung des SC Düdingen herrschte am Freitagabend eitel Sonnenschein. Co-Präsident Beat Hirschi sprach zu Recht von der besten Saison des 1.-Liga-Fussballclubs. Auch neben dem Feld läuft es beim SCD gut.

Traditionell eröffnete das «Clubchörli» mit zwei lupfigen Liedern die GV des SC Düdingen, die wegen des WM-Viertelfinalknallers Deutschland - Frankreich nicht so zahlreich besucht war. In seinem Präsidentenbericht schwärmte Co-Präsident Beat Hirschi nochmals von der grossartigen Saison des Fanionteams, das wegen eines einzigen Törchens den Aufstieg in die 1. Liga Promotion verpasst hat. Sowohl im sportlichen als auch im finanziellen Bereich habe man die Erwartungen mehr als erfüllt. Für Hirschi war dies übrigens seine vorletzte GV als Präsident. Er will in einem Jahr, wenn auch das neue Stadionprojekt mehr oder weniger über die Bühne ist, ins zweite Glied zurücktreten.

In seiner Ansprache dankte er auch seinen Vorstandskollegen–die sich übrigens allesamt für eine Wiederwahl zur Verfügung stellten–für die gute Zusammenarbeit im letzten Vereinsjahr. In die Zukunft blickend sagte Hirschi, jetzt gelte es, diese unglaublichen Erfolge im nächsten Jahr zu bestätigen, denn im Sport sei Stillstand bekanntlich schon Rückschritt. Als einen weiteren Höhepunkt nannte er die Verlegung des neuen, modernen Kunstrasens, der vorweg im Wintertraining von zahlreichen Klubs rege benutzt werde.

Zahlreiche Erfolge

Sämtliche sportlichen Jahresberichte der Aktiven (René Cavigelli), der Senioren/Veteranen (Rafael Portmann) und der Junioren (René Spicher) fielen äussert positiv aus. Die erste Mannschaft erreichte neben dem Gruppensieg gar noch den zweiten Platz im Fairnessklassement aller 1.-Liga-Klubs, was zeigt, dass man auch heute im Fussball noch mit fairen Mitteln die sportlichen Ziele erreichen kann.

Grosse Erfolge feierte auch die 230 Junioren umfassende Nachwuchsabteilung: Die Inter A und B gewannen den Freiburger Cup, das Junioren-C-Team stieg Ende Saison ebenfalls in die Inter-Kategorie auf. Damit stellt der SCD nächste Saison als einer der wenigen Klubs im Lande in allen drei obersten Juniorenklassen Inter-Mannschaften. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit den umliegenden Klubs in der Gruppierung mit dem FC Schmitten erweitert, was sich sportlich ebenfalls auszahlte. Auch in der Abteilung der «Älteren» gab es wie fast jedes Jahr einen Meistertitel zu feiern: Die Veteranen wurden ein weiteres Mal Freiburger Meister. In Sachen Trainer bleibt vieles beim Alten; sowohl in der ersten (Martin Lengen) wie auch in der zweiten Mannschaft (Daniel Rappo) bleiben die Chefs an der Linie die gleichen. Für das Kader der ersten Mannschaft ist man immer noch auf der Suche nach dem einen oder anderen interessanten Spieler. Das neue Transferreglement lässt den Vereinen hierzu etwas mehr Zeit als bisher. Auch in Sachen Schiedsrichter und Juniorentrainer gibt es wie überall noch kleine Lücken.

Leicht erhöhte Beiträge

Das Kapitel Finanzen wurde dieses Jahr mit einem speziellen Traktandum «Mitgliederbeiträge» ergänzt. Da der SCD beim Inkasso der Tombola bei den Aktiven in den letzten Jahren immer wieder Mühe bekundet hat, wurden die Beiträge für die Aktiven leicht erhöht, was den Ausfall der Aktiven-Tombola kompensieren soll. Finanzchefin Astrid Engel konnte nicht zuletzt wegen der Einnahmen aus den Aufstiegsspielen eine wiederum gelungene Rechnung mit einem Gewinn von knapp 5000 Franken präsentieren. Aus den 610 000 Franken Einnahmen wurden 43 000 Franken Rückstellungen gemacht, was das Eigenkapital auf einen sechsstelligen Betrag ansteigen lässt. Mit weniger als 300 000 Franken ist der SCD bei den Ausgaben für die erste Mannschaft trotz sportlichem Erfolg immer noch unter den moderaten Klubs in der Liga. Für den Bau des neuen Stadions hat der Verein übrigens auch schon einen recht schönen Batzen auf der Seite. So gesehen laufen im Moment beim SCD der sportliche und der finanzielle Erfolg Seite an Seite.

Kadermutationen: Koné spielt neu für den FC Köniz

Noch ist der SC Düdingen auf der Suche nach einigen Verstärkungen für die nächste Saison. Einige Zuzüge und Abgänge stehen allerdings bereits fest. Besonders schmerzhaft ist sicher der Abgang des torgefährlichen Stürmers Abdoulaye Koné, der in Zukunft beim FC Köniz in der 1. Liga Promotion spielt und damit so namhafte Teamkollegen wie Miguel Portillo oder Carlos Varela hat. Den Club verlassen werden ebenfalls Daniel Spicher, der Trainer beim FC Tafers wird, Torhüter Christian Piller, der ebenfalls definitiv zum FC Tafers wechselt, Ermal Uka (FC Freiburg), Daniel Preradovic (FC Münsingen), Benjamin Burla (Payerne) sowie Luis Rosas, der zurück in seine Heimat Mexiko geht. Neu zum Team stossen Murat Ural (FC Bulle) sowie Olivier Mvondo und Besnik Salihi (beide FC Köniz). fm

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Hier werden nur einige Schlagzeilen herausgepickt - Weitere News zu dieser Saison finden Sie in den Rubriken: News 1999 - 2019 und der Gùmpa

 


 

SCD scheitert an der Auswärtstor-Regel

Ein einziges Törchen fehlte dem SC Düdingen gegen Rapperswil-Jona, um den Aufstieg in die 1. Liga Promotion zu schaffen. Weil das Rückspiel am Samstag in St. Gallen torlos ausging, reichte den Gastgebern das 1:1 aus dem Hinspiel.

Rapperswil-Jona - SC Düdingen 0:0
Grünfeld Jona.–1550 Zuschauer.–SR Lionel Tschudi.

Düdingen - Rapperswil 1:1 (1:0)

Vor der grossartigen Kulisse von 1700 Zuschauern trennten sich Düdingen und Rapperswil gestern im Birchhölzli leistungsgerecht 1:1. Die Entscheidung über den Aufstieg in die 1. Liga Promotion fällt im Rückspiel vom Samstag.

Showdown auf dem Birchhölzli

Der SC Düdingen steht vor dem Aufstieg in die 1. Liga Promotion, einzig der FC Rapperswil könnte den grössten Triumph der Sensler Vereinsgeschichte noch vereiteln.

Die erste Hürde auf dem Weg in die 1. Liga Promotion hat der SC Düdingen aus dem Weg geschafft: Mit einem 3:0-Sieg gegen Münsingen hat sich der SC Düdingen am Samstag auf eindrückliche Art und Weise für die zweite Runde der Aufstiegsspiele qualifiziert. Da bekommen es die Sensler mit dem FC Rapperswil-Jona zu tun, der mit zwei 1:0-Siegen Oberwallis Naters aus dem Aufstiegsrennen geworfen hat. Der erste Teil des grossen Showdowns geht heute Abend (20 Uhr) auf dem Birchhölzli über die Bühne. Am Samstag entscheidet sich beim Rückspiel in Rapperswil (19 Uhr), welches der beiden Teams in der kommenden Saison in der 1. Liga Promotion antreten darf.

Düdingen - Münsingen 3:0 (2:0)

In den Aufstiegsspielen für die 1. Liga Promotion hat sich der SC Düdingen mit einem 3:0-Sieg im Rückspiel gegen Münsingen am Samstag vor 1400 Zuschauern für die Finalpoule qualifiziert. Dort treffen die Sensler auf Rapperswil. 

Münsingen - Düdingen 2:2 (1:2)

Der SC Düdingen und der FC Münsingen trennen sich im Hinspiel der ersten Aufstiegsrunde 2:2 unentschieden. Ein Resultat, mit dem der SCD durchaus leben kann. Durch die zwei Auswärtstore ist die Ausgangslage gut.

Aufstiegsrunde zur 1. Liga Promotion 

Seit Jahren gehört der SC Düdingen zu den besten Fussballteams der 1. Liga, ein Aufstieg war indes nie ein ernsthaftes Thema. Bis jetzt. Im Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 1. Liga Promotion wollen die Sensler heute (20 Uhr) in Münsingen ihre ambitionierten Pläne umsetzen.

Sechsundzwanzig Spiele, vierzehn Siege und nur fünf Niederlagen–die Saisonbilanz des SC Düdingen kann sich sehen lassen. Von den 52 Mannschaften aus der 1. Liga Classic war einzig das ehemalige Super-League-Team Neuenburg Xamax erfolgreicher. Dass die Sensler nach ihrer Traumsaison nach Höherem streben, ist ebenso legitim wie nachvollziehbar. «Wir sind bereit für den nächsten Schritt», sagt denn auch Düdingens Co-Präsident Beat Hirschi. «Wir wollen in die 1. Liga Promotion aufsteigen.»

Neue Leaderfiguren
Von einem Aufstieg hatte Anfang Saison beim SCD niemand auch nur zu träumen gewagt. Die Abgänge der langjährigen Teamstützen Lukas Schneuwly, Michael Stulz, Pascal Jenny und Fabian Stulz hatten eine grosse Lücke in der Mannschaft von Martin Lengen hinterlassen. «Wenn wir einen Platz in den Top 7 erreichen, wäre dies fantastisch», dämpfte Lengen die Erwartungen im Vorfeld.

Doch dem Trainer ist es erstaunlich schnell gelungen, neue Teamleader zu formen–so wie Elvis Corovic. Der 25-Jährige hat eine erstaunliche Wandlung durchgemacht: Ende letzter Saison hatte sich Corovic bei der Meisterschaftsderniere ein Handgemenge mit einem gegnerischen Spieler und dem Schiedsrichter geliefert und wurde dafür mit zehn Spielsperren bestraft. Martin Lengen hielt dennoch an seinem Innenverteidiger fest, gab dem Heissblütigen eine zweite Chance. Corovic dankte es seinem Trainer, zog die Lehren aus dem Echallens-Spiel und reifte zum besonnenen und umsichtigen Abwehrrecken, der die Düdinger Defensive dirigiert und stabilisiert.

Auch Fabian Brügger hat sich im Verlaufe der Saison zum Leader auf und neben dem Platz entwickelt. «In den vergangenen Jahren stand Fabian immer etwas im Schatten der ‹Überspieler› Schneuwly, Stulz und Jenny», sagt Beat Hirschi. «In dieser Saison erhält er mehr Anerkennung für seine Leistung, kann mehr Einfluss nehmen auf unser Spiel. Fabian spielt eine grandiose Meisterschaft.»

Mit Adrian Schneuwly schlüpfte ein weiterer Düdinger beim SCD in die Leaderrolle. Nach starkem Beginn steigerte sich der Torhüter in der Rückrunde gar noch und wurde zum wichtigen Rückhalt für das junge Düdinger Team. «Adrian ist einer der besten 1.-Liga-Goalies, wenn nicht gar der beste», schwärmt Co-Präsident Hirschi.

«Eine gute Figur abgeben»

Die neuen Leader sollen den SC Düdingen nun auch in die 1. Liga Promotion führen–und dafür sorgen, dass er dort bleibt. «Wir wollen nicht einfach in die 1. Liga Promotion aufsteigen, um sagen zu können, dass wir einmal dort gespielt haben», stellt Hirschi klar. «Wenn wir nicht davon überzeugt wären, dass wir auch eine Klasse höher eine gute Figur abgeben können, würden wir es sein lassen.»

Bau des Fussballstadions startet im Sommer

Die Baupläne für die neue Stadionanlage in Düdingen liegen zurzeit öffentlich auf. Nach dem Dorfturnier des SC Düdingen von Ende Juni soll der Baustart erfolgen. Die Freude, dass es nun losgeht, sei gross, heisst es beim SCD.

«Alle haben grosse Freude, dass das Stadion nun endlich gebaut wird», sagt Wolfgang Jendly, Verwaltungsratspräsident der Stadion Birchhölzli AG. Denn die Baupläne des Projekts liegen gemäss aktuellem Amtsblatt zurzeit öffentlich auf. Vor allem beim Sportclub (SC) Düdingen sei die Vorfreude zu spüren, sagt Jendly. Beat Hirschi, Co-Präsident des SC Düdingen, bestätigt dies: «Die Stimmung ist hervorragend und die Unterstützung von allen Seiten gross.» Als letzte Woche die Baupfeiler aufgestellt wurden, habe er gespürt, wie ein «Ruck durch die Leute ging», so Hirschi. «Nun können alle sehen, dass es wirklich losgeht. Für uns wird mit dem Baustart ein Meilenstein erreicht», sagt er. Zur positiven Grundstimmung trage nicht zuletzt auch der sportliche Erfolg der ersten Mannschaft des SCD bei. Und auch das bereits im Herbst 2013 erstellte Kunstrasenfeld bewähre sich.

Mehr Platz und Komfort

Neun Garderoben mit Duschen, eine gedeckte Tribüne mit 400 Sitzplätzen, eine grössere Buvette sowie ein Fitnessstudio sind Teil des 60 Meter langen Neubaus, auf dessen Dach eine Fotovoltaikanlage installiert wird. Das heutige Clubhaus ist nicht nur in die Jahre gekommen, die Platzverhältnisse für die über 20 klubeigenen Mannschaften sind auch viel zu eng, und deshalb drängte sich eine Veränderung auf.

 Bauzeit etwa ein Jahr

Mit der Realisierung des Projektes ist gemäss der Stadion Birchhölzli AG das Büro Topfel Clément Architekten AG zusammen mit dem bereits beim Bau des Platzes involvierten Büro Kocher und Partner Architekten AG beauftragt worden. Verwaltungsratspräsident Wolfgang Jendly geht davon aus, dass nach dem Dorfturnier von Ende Juni bald einmal mit dem Baustart begonnen werden kann. Die Bauphase dauert zehn bis zwölf Monate. Erst wenn das neue Fussballstadion steht, wird das alte Clubhaus abgerissen. Denn der Neubau wird neben dem bestehenden Gebäude errichtet. Der Spielbetrieb könne während der Bauzeit normal weiterlaufen, sagt Beat Hirschi. Die Baustelle werde vom Fussballplatz abgegrenzt.

Partnerschaft mit FKB

Die Finanzierung des Stadionbaus, der sich auf 4,5 Millionen Franken beläuft, wird durch einen privaten Hauptinvestor sowie weitere Geldgeber sichergestellt. Zudem ist die Stadion Birchhölzli AG mit der Freiburger Kantonalbank eine langjährige Partnerschaft eingegangen. Ab Sommer 2015 spielt der SCD somit im «FKB Stadion Birchhölzli».

Martin Lengen bleibt dem SC Düdingen treu

Der SC Düdingen hat den Vertrag mit seinem Trainer Martin Lengen vorzeitig um zwei Jahre bis Ende der Saison 2015/16 verlängert. Der erfolgreiche 1.-Liga-Fussballverein setzt damit weiterhin auf Kontinuität.

Ende Saison 2011/12 hatte Martin Lengen etwas überraschend Martin Weber als Trainer beim SC Düdingen abgelöst, nachdem er während Jahren als Assistent des Berners gewaltet hatte. Seine erste 1.-Liga-Meisterschaft als SCD-Chef beendete Lengen im Vorjahr auf dem guten fünften Rang. Diese Saison überwintern die Sensler gar als Dritte, punktgleich mit Leader YB II, obwohl sie im Sommer einige gewichtige Spielerabgänge zu verzeichnen hatten. Lengen ist es gelungen, das Team zu verjüngen, ohne das dies negative Auswirkungen auf die sportlichen Leistungen gehabt hat.

Mit der Vertragsverlängerung mit dem 39-jährigen, ehemaligen Fussballprofi unterstreicht der Verein, dass er seine aktuelle Strategie fortsetzen und auch künftig auf junge Spieler der Region setzen will. «Wir sind überzeugt, dass Martin Lengen das Entwicklungspotenzial der jungen Mannschaft optimal ausschöpfen wird», heisst es von Vereinsseite. Lengens Assistenztrainer, Andreas Bachofner, hat seinen Vertrag ebenfalls um zwei weitere Jahre verlängert.

Der Kunstrasenplatz im Birchhölzli ist fertig

Die erste Phase im Stadion-Projekt Birchhölzli ist beendet: Der Kunstrasen auf dem Hauptspielfeld ist eingesetzt. Am Samstag findet darauf das erste 1.-Liga-Spiel statt.

Die Spieler der ersten Mannschaften des SC Düdingen und von Martigny-Sports weihen am Samstag den neuen Kunstrasen im Birchhölzli ein. «Der Platz ist nach Plan fertig geworden», teilte Beat Hirschi, Co-Präsident des Sportclubs Düdingen, gestern mit. Die Arbeiten hätten im Juli direkt nach dem Dorfturnier begonnen. «Wir hatten Glück mit dem Wetter, so konnte quasi ohne Unterbruch gearbeitet werden», sagt Hirschi. Am Freitag werden nun noch neue Tore montiert.

Da die Arbeiten im Sommer durchgeführt wurden, war der Sportbetrieb nicht wesentlich tangiert. Der Klub wich für gewisse Spiele auf den zweiten Kunstrasenplatz und den Platz im Leimacker aus. Die erste Mannschaft spielte zudem samstags bisher auswärts.

Der bisherige Naturrasen wurde gemäss Hirschi ersetzt, weil der Platz nun intensiver genutzt werden kann. Momentan trainieren viele Junioren-Mannschaften auf dem Sika-Gelände, dazu muss die Autobahneinfahrt überquert werden. «Das ist gefährlich.»

Im Frühling soll die zweite Etappe des Stadion-Projektes beginnen. «Die Planungsphase dauert länger als gedacht», sagt Hirschi. Diese letzte Phase beinhaltet den Bau der Tribüne inklusive Garderoben, Restaurant-Buvette und Räume zur kommerziellen Nutzung. «Wir hoffen, dass alles Ende 2014 fertig ist», sagt Hirschi. Ursprünglich war die Fertigstellung auf den Saisonstart 2014/2015 geplant.

Die Gemeindeversammlung gab im Dezember grünes Licht für das 3,8-Millionen-Franken-Projekt: Die Gemeinde tritt das Land im Baurechtsvertrag an die Stadion Birchhölzli AG ab, beteiligt sich mit 300 000 Franken am Aktienkapital, gewährt ein zinsloses Darlehen von 300 000 Franken und bezahlt jährlich 150 000 Franken an die Betriebskosten.

Auf der Suche nach neuen Leaderfiguren

Wenn gleich drei Stammspieler und Teamleader zurücktreten, trifft es jeden Verein hart. So auch den SC Düdingen. Dennoch steigt der SCD morgen optimistisch in seine neunte 1.-Liga-Saison. Trainer Martin Lengen ist überzeugt, dass seine jungen Spieler bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Mit Lukas Schneuwly, Michael Stulz und Pascal Jenny haben im Sommer drei langjährige SCD-Teamstützen ihre Karriere beendet. Schneuwly als zuverlässiger Torgarant, Stulz als Denker und Lenker im Mittelfeld und Jenny als defensives Herzstück haben das Düdinger Ensemble in den vergangenen Jahren massgeblich geprägt. Ihr Abgang hat in der Mannschaft von Martin Lengen eine grosse Lücke hinterlassen, und manch einer fragt sich, wie der SCD in der heute beginnenden 1.-Liga-Saison ohne dieses Trio bestehen soll.

Für Lengen ist klar: «Keine 1.-Liga-Mannschaft kann Spieler wie Schneuwly, Jenny und Michael Stulz einfach so ersetzen. Zudem mussten wir mit Fabian Stulz (zum FC Kerzers, Red.) einen weiteren wichtigen Mann ziehen lassen. Dennoch haben wir genügend Substanz, um in der Meisterschaft ein Wort mitreden zu können», gibt sich der Trainer optimistisch. Einen Top-7-Platz traut Lengen seinem Team durchaus zu.

Verjüngungskur fortsetzen

Richten sollen es die Jungen. Der SC Düdingen führt seine Verjüngungskur, die er vor zwei Jahren eingeleitet hat, auch in der neuen Saison konsequent fort. Mit Flavio Cassara (20) von Neuenburg Xamax und Fabian Suter (16) von den eigenen Inter-A-Junioren hat der Verein in der Winterpause zwei junge Spieler geholt, diesen Sommer sind nochmals vier Jungspunde zum SCD gestossen: Yannick Glatzfelder (20, Inter A), Ivano Baeriswyl (21, Thun U21), Elias Aguidi (20, YB U21) und Abdoulaye Koné (19, Freiburg). Die fünfte Düdinger Neuverpflichtung, Uka Ermal vom FC Léchelles, zählt mit seinen 24 Jahren bereits zu den Älteren des Teams.

Im 22-Mann-Kader von Martin Lengen stehen nur noch acht Spieler, die älter sind als 23. «Unsere 1.-Liga-Mannschaft ist so jung wie noch nie.» Angst und bange wird es dem Trainer deswegen aber nicht. «Spieler wie Giuseppe Turnherr, Daniel Preradovic und Flavio Cassara–keiner älter als zwanzig–konnten in der vergangenen Saison viel Erfahrung sammeln und sind bereit, nun einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Sicherlich werden die jungen Spieler Fehler machen, und das wird uns eventuell auch den einen oder anderen Punkt kosten. Dies müssen wir ihnen jedoch zugestehen und einfach geduldig weiterarbeiten.»

Hoffnungsträger Koné

Bis auf Verteidiger Ivano Baeriswyl sind die Neuverpflichtungen des SC Düdingen eher offensiv ausgerichtete Spieler. «Wir werden unserer Philosophie treu bleiben und versuchen, konstruktiv und offensiv mit zwei Flügelspielern zu agieren, eventuell ab und zu nur mit zwei Stürmern», sagt Lengen. In der vergangenen Saison hatte der SCD 58 Tore erzielt–nur fünf der insgesamt 52 1.-Liga-Teams waren treffsicherer.

Vom letztjährigen Offensivtrio hat Schneuwly allerdings den Verein im Sommer verlassen. Nun soll Abdoulaye Koné neben Marc Rotzetter und Ermin Gigic, der wegen einer Verletzung erst kürzlich das Training aufnehmen konnte, für die offensive Musik sorgen. Der 19-Jährige spielte zuletzt mit dem FC Freiburg in der 1. Liga Promotion, erzielte sechs Tore für die Saanestädter und gehörte zu den wenigen Lichtblicken des Teams. Gemäss www.transfermarkt.ch liegt der Marktwert des Spielers von der Elfenbeinküste momentan bei 31 250 Franken. Tendenz steigend. «Koné ist ein ganz anderer Spielertyp als Schneuwly», sagt Lengen. «Er ist zwar ebenso schnell und läuft auch viel für das Team, spielt aber eher auf der Zentralposition und hat körperlich nicht die Masse von Lukas. Er ist eher klein gewachsen, dafür sehr wendig. Abdoulaye Koné ist beidfüssig und hat ein gutes Auge für den Mitspieler. An ihm werden wir sicherlich noch viel Freude haben.»

Piller als Spielmacher

In den vergangenen Jahren war jeweils Michael Stulz der grosse Denker und Lenker im Sensler Team; wegen einer Verletzung und einer beruflichen Ausbildung kam er in der letzten Rückrunde nur zu sporadischen (Teil-)Einsätzen. Frédéric Piller konnte so bereits viel Erfahrung als Spielmachers sammeln. «Fredy ist ein technisch hochbegabter und sehr guter Spieler», so Lengen. «Er hat gezeigt, dass er Verantwortung übernehmen kann, und ich bin überzeugt, dass er dies auch diese Saison tun wird.»

Mit Sylvain Mora bietet sich dem Trainer zudem eine weitere Alternative im Mittelfeld an. Im Winter vom FC Freiburg ins Birchhölzli gewechselt, hat der 23-Jährige verletzungsbedingt fast die ganze Rückrunde verpasst. «Er nähert sich langsam wieder seinem besten Niveau.» Dafür muss der SCD im Mittelfeld den Abgang von Fabian Stulz verkraften. Wegen Rückenproblemen verpasste der Düdinger die letzte Saison und wechselte nun zum FC Kerzers in die 2. Liga. Im Seeland hofft Stulz wegen des kleineren Aufwands und der geringeren körperlichen Belastung wieder Fussball spielen zu können.

Suche nach Stabilität

Einige Fragezeichen stellen sich Martin Lengen in der Defensive. Nachdem der Trainer schon in der vergangenen Meisterschaft seine Hintermannschaft regelmässig wegen Verletzungen oder Spielsperren umstellen musste, hat er nun auch den gewichtigen Abgang von Pascal Jenny zu kompensieren. «Wir haben in der Vorbereitung verschiedene Formationen getestet. Mit Cassara und Baeriswyl in der Innenverteidigung haben wir eine gute Variante gefunden. Die beiden sind allerdings angeschlagen, weswegen wir anfangs erneut Umstellungen vornehmen müssen. Wir sind es zwar inzwischen gewöhnt; es wäre aber schon wichtig, dass wir künftig etwas Stabilität in unsere Hintermannschaft bringen könnten.»

Weil auf dem Birchhölzli momentan der Rasenplatz durch ein Kunstrasenfeld ersetzt wird, muss der SCD seine Heimspiele bis Ende September auf dem Leimacker austragen. «Wir konnten den Spielplan so gestalten, dass wir bis auf ein paar Abendspiele zuerst immer auswärts antreten können», so Lengen.