Schweizer Cup: SC Düdingen - FC Thun

Pascal Bächler neuer SCD-Präsident

Nach sechseinhalb Jahren trat Arno Krattinger als Präsident des SCD zurück. Sowohl in seinem letzten Bericht vor der GV als auch in der Laudatio von Vizepräsident Hans Zahno wurden die Höhepunkte während seiner Amtszeit noch einmal erwähnt und entsprechend gewürdigt.
Zum Nachfolger von Arno Krattinger schlug der Vorstand Pascal Bächler vor. Der langjährige Spieler der 1. Mannschaft sowie Trainer etlicher Juniorenteams und der ersten Mannschaft sei die ideale Wahl für dieses nicht sehr einfache Amt als Präsident des mitgliedermässig grössten Fuss- ballvereines des Kantons. Die Wahl erfolgte einstimmig und per Akklamation.

Pascal Bächler: « Phänomenal, fantastisch »

Düdingens Präsident in der Euphorie über die Cupauslosung gegen Thun

Alles spricht im Schweizer Fussball zurzeit vom FC Thun: Die Berner brauchen nur noch ein Unentschieden, um in die Champions League zu gelangen. Am 17. / 18. September wird Thun auf dem Düdinger Birchhölzli zu Gast sein. Anlass ist das Schweizer Cup-Spiel ( 32stel-Final ) gegen den 1 .- Ligisten SC Düdingen


Der FC Thun 1898 - so heisst er genau - spielt in der obersten Schweizer Liga, der Super League, fast die erste Geige. Der Berner Club hegt nach fünf Runden auf dem zweiten Rang, punktgleich mit Leader Zürich und dem drittklassierten Basel. Angesichts dieses prominenten Gegners macht sich nicht nur beim SC Düdingen, sondern in Düdingen allgemein Euphorie breit. Das erklärt Pascal Bächler, der beim SC Düdingen neu Präsident ist und vor wenigen Jahren noch mit Andreas Hurni Co-Trainer der Düdinger war: « Es gibt eine richtige Welle - herrlich, das zu spüren. Es haben schon Leute angerufen und ihre Hilfe zugesagt, und zwar erfahrene Leute, die schon bei den Aufstiegsspielen mitgeholfen haben. So macht das Ganze doppelt so viel Spass. » Bächler hat bereits ein kleines OK gebildet, um die Zelebration dieses Matches gebührend vorbereiten zu können. Präsident Pascal Bächler spricht von einem Traumlos, das man mit Thun als Gegner gezogen hat: « Phänomenal, fantastisch. Wir schweben im Himmel. Eine bessere Mannschaft hätte uns nicht zufallen können. » Da ja auch die Partie Giffers / Tentlingen ( 3. ) - Sitten ( Challenge League) in der gleichen Cuprunde stattfinden wird, plant man bereits, dass Düdingen sein Spiel nicht am gleichen Tag austragen wird, damit man sich nicht konkurrenziert .

Zufälle gibts !

Exakt im dem Moment, in welchem die Auslosung des Schweizer Fussballcups mit der Paarung SC Düdingen gegen FC Thun bekannt wird, gelingt dem Düdinger Spiko-Präsident Patrick Rudaz auch ein Transfer von Thun. Der 21-jährige Adrian Moser wechselt per sofort vom Super-League-Team Thun zum 1.-Ligisten Düdingen. Moser ist Profi, kam aber im Jahr 2005 unter Trainer Schönenberger noch nie zum Einsatz. Es war Düdingens Spiko-Präsident Patrick Rudaz, der darin eine Chance sah und bei Thun anklopfte, und zwar in einem Gespräch mit Assistenztrainer Adrian Kunz, der am Abend seiner Karriere bei Düdingen gespielt hatte. Aber warum gerade Adrian Moser, dem zurzeit die Spielpraxis fehlt ? « Vom Alter und vom Charakter her passt er gut in unsere Mannschaft. Bei uns fällt ja Elmar Wohlhauser mit Kreuzbandriss sicher bis spät in die Rückrunde aus. Deshalb war bei uns im Sturmbereich Handlungsbedarf. Wenn etwa die Stürmer Schneuwly oder Stulz noch ausfallen würden, hätten wir ein Problem . Deshalb wollten unsere Trainer zusätzlich einen Stürmer », so Patrick Rudaz. Adrian Moser ist vorerst bis Weihnachten verpflichtet. Patrick Rudaz hofft aber auf eine Verlängerung: « Moser hat vergangenen Montag das Team schon kennen gelernt. Am Mittwoch im Cupspiel war er dabei. Ich hoffe, dass er in zehn Tagen für uns qualifiziert sein wird », so Patrick Rudaz. Nun blickt also auch Spiko-Präsident Patrick Rudaz dem Cupspiel gegen Thun entgegen. « Es ist ein absolutes Traumlos. Anlässlich des Cupspiels gegen Münsingen sagte ich noch, dass Thun mein Wunschteam wäre. Ich habe mit Adrian Kunz und dem Thuner Sportchef Gerber gesprochen. Auch sie hatten Freude an dieser Auslosung. »

Schweizer Cup - Der SC Düdingen empfängt den FC Thun

Seit Wochen ist es in Deutschfreiburg das Sportgespräch Nummer 1: Am Wochenende gilt es für die Düdinger ernst. Je nach Wetter werden zwischen drei- und fünftausend Fussballfans auf dem Birchhölzli erwartet. Düdingen ist natürlich krasser Aussenseiter, doch Cupspiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze.

Allerdings präsentiert sich die Verletztenliste bei den Düdingern nicht nach dem Gusto ihres Trainers Jean-Claude Waeber: «Wir müssen aber einfach damit leben. Das gehört eben auch zum Fussball.» So werden sicherlich Wohlhauser, Rrudhani und Schneuwly verletzungshalber nicht mittun können. Beim Einsatz von Stulz ist noch ein Fragezeichen anzumerken. Waeber: «Glücklicherweise war die Knieverletzung schlussendlich nicht derart gravierend, wie zuerst vermutet. Die Kreuzbänder sind noch ganz. Aber ich werde noch mit dem Spieler sprechen.» Denn Waeber versteht zwar, dass alle Spieler darauf brennen, im Cupspiel auch aktiv dabei zu sein. Auf der anderen Seite will er deshalb nicht die Gesundheit seiner Spieler aufs Spiel setzen und damit auch die Meisterschaft gefährden.

Auch Waeber ist sich natürlich der aussergewöhnlichen Attraktion dieses Cupspiels bewusst. So hat er am Mittwoch mit praktisch der gesamten Mannschaft bei einer guten Portion Spaghetti das Champions-League-Spiel Thuns am Fernsehen verfolgt. Dabei sah er durchaus Parallelen zum Cupspiel am Sonntag: «Wir werden dann die Rolle des klaren Aussenseiters innehaben. Thun hat uns fast bis zum Schluss erfolgreich vorgezeigt, wie der vermeintlich Schwächere durchaus auch seine Möglichkeiten bekommt.» Für ihn ist es wichtig, dass sein Team versucht, den ganzen Rummel und die daraus resultierende Unruhe bei Spielbeginn sofort abzulegen. «Es ist klar, dass alle etwas nervös sind. Jeder will es so gut als möglich machen», ist sich Waeber bewusst, «aber ich habe in dieser Woche auch versucht, den Spielern diese Furcht vor dem eigenen Versagen etwas zu nehmen. Wir müssen ganz einfach an unsere Chance glauben.» Auch am Sonntagmittag wird das Team zusammenessen, um sich dann konzentriert an die Matchvorbereitung zu machen. «Ich will, dass sich die Spieler noch in vielen Jahren auf die Schulter klopfen können und sagen: Weisst du noch, dieser Cupmatch gegen Thun?», erläutert Waeber seine Vision.

Schönenberger: Nur die Devise Sieg
Thun-Trainer Schönenberger will auch Düdingen nicht auf die leichte Schulter nehmen: «Natürlich habe ich meinen Spielern klargemacht, dass es für uns nur die Devise Sieg geben kann.» Er hat auch einen Beobachter an die Partie gegen Echallens vom vergangenen Samstag gesandt. Klar aber natürlich, dass die Thuner vorab ihr Spiel aufziehen werden und kaum ihre Taktik dem kleinen SC Düdingen anpassen wollen. Natürlich kennt auch Thuns Assistent Adrian Kunz die Düdinger noch von seinem Engagement bei den Senslern. «Wir sind in der letzten Zeit mit jeglichem Druck gut fertig geworden», gibt sich der Thuner Coach zuversichtlich, «und deshalb habe ich keine Bedenken, dass wir auch diesmal damit umgehen können.»

Knapp einen Monat hatten die Verantwortlichen des SC Düdingen Zeit, um dieses einmalige Grossereignis in der Klubgeschichte, ein Cupspiel gegen den Champions-League-Klub Thun, zu organisieren. Unter der Führung von Präsident Pascal Baechler wurden die Rahmenbedingungen für ein Erlebnis für das ganze Dorf und die Region geschaffen. «Natürlich bedeutete es für alle Beteiligten viel Arbeit», gibt Baechler zu, «einige haben dafür mehrere Freitage geopfert.» Gleichzeitig erwähnt er aber auch lobend, dass die Aktivfussballer tatkräftig mitgeholfen haben.

Kommen 5000 Zuschauer?
Schwierig gestaltete sich die Planung in Bezug auf die erwarteten Zuschauermassen. «Einige erwarten 3000, andere 5000 Fans», erklärt Präsident Pascal Baechler die Unsicherheiten in diesem Zusammenhang. Mit freiem Eintritt für Jugendliche unter 16 Jahren zeigen sich die Klubverantwortlichen grosszügig. «Wir wollen, dass es zum Fest für das ganze Dorf und darüber hinaus wird», erläutert Baechler.

Kaum Hilfe vom Verband:
Vom Fussballverband werden den Klubverantwortlichen für solche Spiele kaum Hilfestellungen geboten. Gewisse Vorschriften bezüglich den Hauptsponsoren des Cups (Swisscom) müssen eingehalten werden.

Thema Sicherheit:
Thun war nicht nur aus sportlicher Sicht der Traumgegner. Baechler: «Ich habe zum Beispiel mit einem Verantwortlichen von Solothurn gesprochen, der den FC Basel empfängt. Dort müssen massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Da beneidete man uns regelrecht, denn beim FC Thun gibt es in dieser Beziehung absolut keine Probleme.»

Unsicherheitsfaktor Wetter:
Etwas Sorgen bereitet den Verantwortlichen das Wetter. Die Voraussagen sind wenig ermutigend. «Bei gutem Wetter hat uns ein Landwirt die Wiese beim Birchhölzli zum Parkieren zur Verfügung gestellt», erklärt Baechler, «und bei schlechtem Wetter können wir das Areal der Sika als Parkplatz benutzen.» Er gibt sich aber zuversichtlich, dass der Enthusiasmus in und um den Verein alle Regentropfen wegblasen wird. mr
«Thuner» Adrian Moser ist speziell motiviert

Besonders motiviert vor diesem Cupspiel ist Adrian Moser, «der Thuner» im Düdinger Team.
Adrian Moser fand im wie geschmiert laufenden Team von Trainer Urs Schönenberger keinen Unterschlupf mehr und war zunehmend unzufrieden mit seiner Statistenrolle. Nun hat er bereits zwei Spiele für den SC Düdingen bestritten. «Ich wollte unbedingt spielen», erklärt Moser seine Situation», doch bei Thun war dies leider nicht möglich. So schaute ich mich nach einem Challenge-League-Klub um, doch kam es nirgends zu einer Einigung.» Er sei deshalb sehr froh gewesen, dass mit Düdingen eine Lösung zumindest bis zur Winterpause gefunden werden konnte. Und für die Sensler Offensive ergab sich durch diesen günstigen Transfer natürlich ein grosser Glücksfall. Insbesondere, da nun Schneuwly länger verletzungshalber ausfällt und sich auch Stulz mit Schmerzen herumplagt.

Thun bleibt klarer Favorit
Nach den ersten beiden Ernsteinsätzen gibt Moser unumwunden zu, dass ihn das Niveau der 1. Liga doch überrascht hat. Auf die Stärken und Schwächen des SCD angesprochen, meint er: «Spielerisch sind wir wirklich sehr stark. Wo wir noch etwas Schwierigkeiten haben, ist im physischen Teil.» So lasse man sich gegen hart einsteigende Gegner noch zu rasch aus dem Konzept bringen. Im Übrigen sei er in seinem Team sehr gut aufgenommen worden und habe seinen Platz rasch gefunden.

Auch Adrian Moser ist Realist genug, um Thun als klaren Favoriten zu sehen. Und doch: «Cupspiele haben immer ihre eigenen Gesetze. An einem glücklichen Tag kann der vermeintlich Schwächere über sich hinaus wachsen, während der Stärkere eigentlich nur verlieren kann.» Er selber sei hoch motiviert, den Verantwortlichen von Thun aufzuzeigen, dass sie sein fussballerisches Talent zu Unrecht verkannt hätten. «Und natürlich geht es für mich bis Weihnachten ohnehin darum, mich mit guten Leistungen in Thun oder auch anderswo zu empfehlen.» mr

Mit wem spielt Thun?
Thun reiste gestern von London zurück. «Natürlich war das Gegentor in der Nachspielzeit ein Schock», analysiert ihr Trainer Urs Schönenberger am Morgen danach das Geschehene, «aber Tore gibt es eben aus Fehlern und wir haben den einen zu viel gemacht.»

Schönenberger wird sich erst am Samstagmorgen, im Abschlusstraining, entscheiden, wen er einsetzen will: «Ich habe doch einige Spieler, die etwas angeschlagen sind. Ich werde am Samstag sehen, wer sich am besten vom Spiel in England erholt hat.» Klar, dass er für dieses Spiel allenfalls auch Ersatzspielern eine Chance gibt, sich zu empfehlen. Und genau dies gefällt Düdingens Trainer Jean-Claude Waeber weniger. «Ich hätte eigentlich lieber, wenn die Stammelf spielen würde. Denn die Ersatzspieler sind für solche Einsätze oftmals wesentlich mehr motiviert.»

SC Düdingen - FC Thun 0:1 (0:1)

Auch wenn es schliesslich nicht ganz zur Überraschung gereicht hat: Die Spieler des SC Düdingen wussten gestern Nachmittag auf dem Birchhölzli vor über 5300 Fans zu gefallen. Nachdem sie den Respekt vor dem übermächtig scheinenden Gegner abgelegt hatten, trumpften sie in der zweiten Halbzeit gross auf.

Leider wurden die Düdinger Angriffsbemühungen nicht mit einem Tor belohnt. Die 5300 Zuschauer - Rekord im Birchhölzli - hätten es gewiss verdient. Der FC Thun nahm das Spielgeschehen von Beginn weg in die Hand. Die Düdinger waren in der ersten Halbzeit vorab mit Abwehraufgaben beschäftigt. Diese erledigten sie jedoch ruhig und abgeklärt und konnten sich auf den aufmerksamen Hüter Vogelsang verlassen. Es dauerte so über eine halbe Stunde, bis die Thuner eine Lücke fanden und mit Sen, der für einmal ungedeckt geblieben war, in Führung gingen.

Düdingen setzte Thun unter Druck
Das Bild änderte sich jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit. Da kam plötzlich im Birchhölzli Stimmung auf, die Einheimischen wurden endlich auch lautstark unterstützt und gute Aktionen beklatscht. Zuerst entwischte Moser nach einem guten Pass Brüggers, doch verstolperte er sich, als die Schussabgabe fällig war. Dann hätte Milicevic das Leder um ein Haar ins eigene Tor abgelenkt. Und nur Sekunden später setzte Favre den Ball an den Pfosten und Vogelsangs Nachschuss ging nur ins Aussennetz. Und in diesem Rhythmus ging es weiter: Düdingens Spieler wuchsen über sich hinaus, liessen die Thuner immer wieder mit gekonnten Ballstafetten aussteigen und entzückten die Sensler Fans. Zweimal flogen dabei Bälle von Brügger nur wenig am Thuner Gehäuse vorbei.

In der 58. Minute kam Daniel Spicher irgendwie unbehelligt vor dem Tor zum Ball, konnte diesen aber nicht kontrollieren. Danach bekamen die Oberklassigen das Spiel wieder besser in den Griff und hatten ihrerseits durch Sen einen Pfostenschuss zu beklagen (59.).
Damit blieb es beim knappen Ergebnis, auf das die Düdinger sicherlich stolz sein dürfen - und das Volksfest auf dem Birchhölzli konnte weitergehen. Zufriedene Gesichter gabs auf beiden Seiten.
 
Düdingen - Thun 0:1 (0:1)

Ort: Birchhölzli
Zuschauer: 5300
SR: Markus Nobs
Tor: 33. Sen 0:1.

SC Düdingen: M. Vogelsang; Bartels; Kaltenrieder (76. Simic), Gerhardt, Henchoz (80. Schumacher); D. Spicher, Brügger, Giroud (36. Favre), Fasel, D. Vogelsang; Moser.

FC Thun: Jakupovic; Orman (72. Bernardi), Hodzic, Milicevic, Gonçalves; Ferreira, Deumi, Aegerter, Adriano (87. Duruz); Sen, Lustrinelli (87. Gelson).

Bemerkungen: Düdingen ohne die Verletzten Wohlhauser, Schneuwly, Stulz und Rrudhani. - Thun ohne Portmann, Sinani, Gerber und Savic (alle verletzt). - Pfostenschüsse Favre (48.) und Sen (59.). - Verwarnung an Duruz (91.).


Düdingens Trainer Waeber zum Cup-Spiel gegen Thun
Jean-Claude Waeber (Trainer Düdingen: «Ich bin stolz auf meine Spieler. Wir haben absolut gezeigt, dass wir auch Fussball spielen können. Ich hatte versucht, die Spieler zu beruhigen, aber natürlich war das nicht ganz möglich. Auch wenn uns schliesslich auch das Quäntchen Glück gefehlt hat, um allenfalls nach der Pause den Ausgleich zu schaffen, so haben sich die Spieler doch in einem sehr positiven Licht präsentieren können. Dieses Spiel war der verdiente Lohn für das Team und den ganzen Klub, und es ist natürlich toll, vor so einer Kulisse zu spielen. Aber jetzt gilt es, dieses Ereignis sofort abzuhaken und sich wieder voll auf die Meisterschaft zu konzentrieren.» mr

Fabian Brügger (SC Düdingen): «Wir waren natürlich schon ziemlich nervös vor dieser Partie. Wir erwarteten, dass Thun uns sofort zu überrollen versuchen würde. Aber wir standen hinten wirklich gut und liessen auch auf den Seiten nur wenig Raum. In der zweiten Halbzeit lief es uns dann plötzlich einfach rund. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten wir da sogar den Ausgleich schaffen können. Jeder gab wirklich alles. Eine Verlängerung hätten wir wohl kaum geschafft. Aber es wird für uns alle eine tolle Erinnerung bleiben und wir werden die Ambiance hier nie mehr vergessen!» mr

Urs Schönenberger (Trainer Thun): «Nach dem Spiel am Mittwoch im Londoner Highbury hierher nach Düdingen zu kommen, ist schon ein Unterschied. Aber für uns war es wichtig, im Schweizer Cup weiterzukommen. Für die Spieler war es eher mental, weniger physische schwierig, sich auf heute einzustellen. Denn ein Profi soll sich innert vier Tagen erholen können.»

Mauro Lustrinelli (Thun): «Mich freut ein solches Spiel wie heute hier. Es hat viele Leute, das ist die Zukunft des Schweizer Fussballs. Nach dem Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Arsenal mussten wir uns nicht speziell für heute motivieren, das gehört dazu. Wir wollten heute siegen.» bi

Adrian Moser (Düdingen), der vor kurzem noch bei Thun war: «Ich bin stolz auf unsere Leistung, auch wenn wir verloren haben. Ich selber war speziell motiviert. Als 14-Jähriger kam ich zu Thun, seit ich sechzehn war, spielte ich immer in der ersten Mannschaft. Ich wollte heute beweisen, dass Thun einen Fehler gemacht hat, mich abzuschieben.»