Sekulic 2002


​​​​​​​Das Sekulic-Turnier in Düdingen

Das 38. Sekulic-Turnier zum Gedenken an den ehemaligen Trainer des FC Freiburg und grossen Förderer des Jugendfussballs wird dieses Jahr vom SC Düdingen organisiert. Man werde bereit sein, sagte OK-Präsident Armin Baechler. Bis zu 16 Spielfelder werden am 9. Juni den Junioren F, am 15. Juni den Junioren D und am 16. Juni den Junioren E im Leimacker zur Verfügung stehen. Sechzig eigens dafür ausgebildete Schiedsrichter werden die Spiele leiten. Das Rahmenprogramm sieht am 8. Juni ein grosses Lotto vor. Am Samstag, 15. Juni, werden fünf Jugendgruppen aus dem Kanton Freiburg und die bekannte Gruppe Rään auftreten. Bereits zum 38. Mal wird das Junioren-Turnier in diesem Jahr ausgetragen, das vom bekannten Fussballer Branko Sekulic ins Leben gerufen worden war und das mittlerweile als Grossanlass von einer Stiftung organisiert wird. das Turnier für die sechs- bis zwölfjährigen Nachwuchsspieler nun erstmals im Sensebezirk ausgetragen.

Neuer Teilnehmerrekord

Rund 4000 Juniorinnen und Junioren in den Kategorien E und F werden sich an den kommenden beiden Wochenenden auf dem Rasen treffen. Mit rund 400 Mannschaften ist in diesem Jahr ein neuer Rekord erzielt worden. Aber auch zuschauermässig erwartet das OK um Präsident Armin Baechler einen Grossaufmarsch. An den Turniertagen werden über 10 000 Leute erwartet. Darunter werden nicht nur Eltern und andere Verwandte sein, denn der enthusiastische Einsatz der kleinen Möchtegern-Zidanes und Rinaldos bietet nicht nur vom fussballerischen Aspekt her ein sehr unterhaltsames Programm.
Seit zwei Jahren ist das aus dem SC Düdingen erwachsene OK mit acht Mitgliedern an der Planung, zumal die Austragung mit grossen Auflagen verbunden ist. Der Verein muss etwa 60 Schiedsrichter stellen und hinter den Kulissen sorgen über 400 Helferinnen und Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Um den Spielbetrieb zu gewährleisten, mussten sogar zusätzliche Spielflächen gefunden werden. Ein Landwirt stellte eine Fläche zur Verfügung: die 10000 Quadratmeter müssten allerdings zuerst eingeebnet und spielbereit gemacht werden. So wird im Leimacker in Düdingen rund um Turn- und Eishalle ein Gelände von rund 50000 Quadratmetern bereitstehen. Das Ganze ist auch mit erheblichen Kosten verbunden: Das Budget beläuft sich auf 250 000 Franken.

Fussball und Unterhaltung

Einen Teil des Aufwandes hofft man durch das Rahmenprogramm decken zu können. Und hier haben sich die Organisatoren nicht lumpen lassen. Während am ersten Wochenende vom 9. Juni vor allem der Spielbetrieb (Junioren F) auf dem Programm steht, geht am zweiten Wochenende neben dem Fussballerischen - Junioren D am 15. Juni und Junioren E am 16. Juni - so richtig die Post ab.
Jeweils am Abend des Turniertages wird die Rangverkündigung durchgeführt. Dank den grosszügigen
Sponsoren bekommt jeder Teilnehmende ein Präsent als Erinnerung.

Das Rahmenprogramm beginnt am Samstagabend, 8. Juni, mit einem grossen Lotto. Der grosse Unterhaltungsabend findet in der Eishalle Düdingen am Samstag, 15. Juni, statt. Da es sich um ein «jugendliches» Turnier handelt, hat man auch das Programm bewusst jugendlich gestaltet.
Um 17.30 Uhr wird zuerst die Jugend-Steelband Lyss während eines halbstündigen Auftritts die Stimmung anheizen. Danach gehört die Bühne der Jugendtrachtengruppe Düdingen-Schmitten. Die Schüler des Konservatorium-Lehrers Daniel Gaggioli werden als «Black Power Saxophon Players Freiburg» auftreten. Und als nächstes zeigt die Kadettenmusik der Concordia ihr Können. Vor dem Hauptakt tritt dann die Party Band Düdingen auf. Diese erst vor kurzem gegründete Formation bildet die Vorgruppe der bekannten Sensler Band «Rään», die derzeit an der neuen Platte arbeitet und mit vielen neuen und alten Liedern aufwarten wird. Die Gruppe spielt immer noch in der gleichen Besetzung und hat nach einer längeren Pause in Düdingen einen Grossauftritt. Die Eishalle Düdingen mit rund 1200 Plätzen wird für den Auftritt der Musikformationen entsprechend präpariert. Das Restaurant wird geschlossen, an den Fenstern werden grosse schwarze Vorhänge aufgehängt und eine grosse Bühne soll errichtet werden. Der Eintritt in der Eintritt ist kostenlos.

Fahnenweihe als Premiere

Der offizielle Tag am 16. Juni in der Eishalle wird durch ein gesellschaftliches Programm gestaltet. So werden Hildegard Hodel, Frau Ammann von Düdingen, Oberamtmann Marius Zosso sowie Staatsrat Urs Schwaller eine Rede halten. Das Chörli des Sportclubs Düdingen sowie die Jägermusik Düdingen werden für die musikalische Unterhaltung sorgen. Erstmals in der Geschichte des Freiburger Fussballverbandes wird am Sonntagmittag auch eine Fahne geweiht, die dann dem Freiburgischen Fussballverband übergeben wird. Als Paten wirken zwei grosse Fussball-Fans: Christine Bulliard-Marbach und alt Vizeoberamtmann Robert Sturny. «Das Sekulic-Turnier ist der wichtigste Anlass für die Fussballförderung », betont OK-Präsident Armin Baechler. Es sei eine Gross-Veranstaltung, die vom organisierenden Verein einen immensen Arbeitsaufwand abverlange, der Gemeinde aber auch sehr viel Ansehen bringe. Man sei deshalb froh, im Gemeinderat mit den Anliegen auf offene Ohren gestossen zu sein, erklärte er.

Spielbetrieb: Sonntag, 9. Juni: Junioren-F-Turnier ab 8 Uhr, Finalspiele ab 14.50 Uhr; Samstag,
15. Juni: Junioren-D-Tumier ab 8 Uhr , Finalspiele ab 14.45 Uhr; Sonntag, 16. Juni: Junioren-
E-Turnier ab 8 Uhr, Finalspiele ab 15 Uhr.

Branko Sekulic

Branko Sekulic gilt als einer der grössten Förderer des Junioren-Fussballs im Kanton Freiburg. Er selbst war ein grosser Spieler, erfolgreicher Trainer und galt in Fachkreisen als Kapazität. Der gebürtige Jugoslawe, 28-facher Internationaler, bestritt die erste Fussball-Weltmeisterschaft in Montevideo. Mit den Mannschaften in Montpellier (F), Urania Genf und den Grasshoppers konnte er viele Meistertitel und Cup-Siege verbuchen. 1957 kam er nach Freiburg, wo er vier Jahre den FC Freiburg trainierte und in die Nationalliga A führte. Von 1957 bis 1962 unterstützte er die Trainerausbildung im Kanton. Auf seine Initiative wurde das Spielfeld für Junioren-Matchs auf die Hälfte des Feldes reduziert, was sich sehr bewährt hat. Beim Memorial-Sekulic-Juniorenturnier geht es weniger um den Sieg als vielmehr um das Mitmachen, das Gemeinschaftsgefühl und die Gelegenheit für junge Nachwuchsspieler aus dem ganzen Kanton, sich zum freundschaftlichen Spiel zu treffen.
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