Sportplatz Birchhölzli

Vom Brugerawald zum Birchhölzli

​​​​​​​In den allerersten Anfängen konnte der SC Düdingen nach seiner Gründung im Jahre 1924 in der Nähe des Brugerawaldes ein erstes Spielfeld finden. 1932 spielten die Düdinger Fussballer auf einem Felde, wo heute unweit davon das reformierte Schulhaus steht. Während des Krieges wurde dann dieses Feld, wie bereits erwähnt, beschlagnahmt und zu Anbauzwecken verwendet. Nachdem vorerst in Freiburg gespielt werden musste, diente als erste Ausweichmöglichkett ein Spielplatz bei der heutigen Bahnhofstrasse hinter dem Zimmereiunternehmen Fässler. Bis zum Erwerb des «alten» Birchhölzli hatten die «Düdinger Kicker» wiederum alle ihre Spiele auswärts auszutragen. Der ehemalige Präsident Stulz Arnold wusste sogar zu berichten, dass in frühen Zeiten auch einmal im alten Bad Bonn Fussball gespielt wurde. 

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Um den auf die Dauer unbefriedigenden Zustand zu ändern, wurde am 10. Januar 1946 im Hotel «Central», eine ausserordentliche Generalversammlung abgehalten, an welcher einstimmig beschlossen wurde, im Birchhölzli einen Landkauf zur Errichtung eines Sportplatzes zu tätigen. Die Versammlung beschloss die Aufnahme eines Kredites von 18‘OOO Fr. Als Kauf-, Kontokorrent- und Kreditbevollmächtigte wurden, laut Protokoll, die Herren Max Baeriswyl, Lehrer, Präsident und Josef Zurkinden, Angestellter, Vize-Präsident des Fussballklubs, bestimmt. Der dynamische Präsident Max Baeriswyl nahm sich als Erstes zur Pflicht, raschmöglichst Land zur Erstellung eines Spielfeldes zu finden. Eine aussergewöhnliche Gelegenheit stellte sich unerwartet ein, als Frau Schuler dem Fussballklub überraschend ihr Areal von ca. 12‘OOO m2 Grünfläche im Birchhölzli anbot.
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​​​​​​​​​​​​​​Da der Sport-Club weder von der Gemeinde noch von anderen Sportvereinen Unterstützung fand, entschied sich die damalige, mutige Klubleitung für den alleinigen Kauf und unterschrieb am 29. März 1946 den Kaufvertrag mit Frau Schuler. Der Landkauf wurde damals von vielen als übertriebene Risikofreudigkeit bewertet, zeigte sich später, als der Verein als Eigentümer der Sportanlage durch den Bau der Nationalstrasse Nr. 12 nicht einfach irgendwohin versetzt werden konnte, sondern jedes Recht eines Platzersatzes fordern konnte. Seither haben unsere Fusshaller ein «eigenes Heim» von unschätzbarem Wert. Den Kredit erhielt der Sport-Club von der hiesigen Sparkasse durch Stellen von zwei Bürgen. Sofort wurde ein provisorischer Fussballplatz errichtet, der, leider mit nur 40 Meter Breite, jedoch den Reglementen des Schweizerischen Fussball- und Athletik-Verbandes nicht entsprach.
 

​​​​​​​Waldkauf

Zur Verbesserung der unbefriedigenden Situation konnte glücklicherweise bereits im Jahre 1947 mit Herrn Alfons Brülhart in Luggiwil ein Zusatzkauf von ca. 3‘500 m2 Wald getätigt werden. Die Rodungsund Ausebnungsarbeiten wurden durch Fronarbeit von Klubmitgliedern, mit grosszügiger Unterstützung der damaligen Baufirma Natale Brusa ausgeführt. Anschliessend konnte der Fussballplatz auf die vorgeschriebene Grösse ausgebaut, und nach und nach auch eine bescheidene Leichtathletikanlage erstellt werden.​​​​​​​
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Schliesslich konnte unserem Mitglied Cornel Jenny zur Erstellung eines Zweifamilienhauses noch 800 m2 Land verkauft werden. Der Verkauf wurde an die Bedingung geknüpft, dass an dem zu erstellenden Haus, die Anschlüsse für den benötigten Strom und das Wasser erstellt werden können. Zudem mussten Cornel Jenny und sein Schwager sich bereiterklären, unentgeltlich für die Sportplatzpflege besorgt zu sein.

 

​​​​​​​Einweihung Sportplatz Birchhölzli, Spiel gegen Innsbruck 1948

 

 

Die Mannschaft des SCD ist auf der linken Seite des Bildes

​​​​​​​​​​​​​​v.l.n.r. J​​​​​​​osef Brülhart, Moritz Zosso, Franz Stulz, Franz Schuwey, Marcel Roggo, Josef Zurkinden,
Albin Lottaz, Arnold Stulz, Alois Zosso, Josef Egger, Cornel Jenny.

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